Was ist denn bitte ein Headshot?

Das ist mit Abstand die häufigste Frage, die mir gestellt wird, wenn ich mich als Headshot Fotograf vorstelle. Kein Wunder! Der Begriff Headshot ist hierzuland wenig gebräuchlich und wird – wenn überhaupt – eher mit Videospielen als einem fotografischen Genre in Verbindung gebracht. Ich habe deshalb versucht, bei uns stärker verbreitete Begriffe zu verwenden. Nach einigem Experimentieren bin ich dann aber wieder zu Headshot zurückgekehrt, weil der Begriff meine fotografische Spezialisierung schlicht am besten beschreibt. Was hat es also mit dem Begriff Headshot auf sich?

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Ursprünglich das Portraitfoto der Schauspieler

Wie das englische Wort vermuten lässt, kommt der Headshot aus dem anglo-amerikanischen Sprachraum, genauer: aus den USA, wo er eng mit der Geschichte der Filmindustrie verknüpft ist. Als Headshot wurde ursprünglich das Portraitfoto bezeichnet, mit dem sich ein Schauspieler für eine Rolle bewirbt. Das ist in der Regel ein 8x10 Inch-Fotoabzug, auf dessen Rückseite der Lebenslauf des Schauspielers und seine Kontaktdaten zu finden sind. Die ungewöhnlichen Abmessungen stammen aus der Zeit, als Portraits mit analogen Großformatkameras gemacht wurden.

Da die Zahl der Schauspieler die Zahl der zu besetzenden Rollen in den USA (aber natürlich nicht nur dort) um ein Vielfaches übersteigt, sind die Anforderungen an einen Headshot hoch: Ein Headshot soll nicht nur das Erscheinungsbild eines Schauspielers, speziell sein Gesicht, in realistischer Weise wiedergeben. Er soll auch einen besonders interessanten Aspekt seiner Persönlichkeit einfangen und die Aufmerksamkeit des Betrachters, sprich: Casting Directors, auf sich ziehen, so dass er in der Masse der eingegangenen Bewerbungen heraussticht.

Anders formuliert: Ein Headshot soll dem Schauspieler die Tür zum Vorsprechen öffnen.

In den USA ein eigenes fotografisches Genre

Es wäre nun spannend, sich die Geschichte des Headshots – vom theatralisch inszenierten Schwarz-Weiß-Bild im Hochformat zum möglichst authentischen Farbportrait im Querformat – etwas genauer anzusehen. Doch will ich das den Kulturwissenschaftlern überlassen. Hier reicht die Feststellung, dass sich Headshots wegen ihrer großen Bedeutung für die Filmindustrie in den USA schnell zu einem eigenen Genre mit entsprechend spezialisierten Fotografen entwickelt haben. Nicht zufällig gibt es die meisten Headshot Fotografen in den beiden Medienmetropolen Los Angeles und New York.

Die Konkurrenz unter Schauspielern und Headshot Fotografen hat dem Genre ausgesprochen gut getan. Die allgemein hohe Qualität der Headshots, die in der US-Filmindustrie zirkulieren, spricht für sich.

Herausragender Vertreter des Genres und treibende Kraft hinter seiner Entwicklung ist der New Yorker Fotograf Peter Hurley, dessen Headshots eine unverwechselbare Handschrift tragen. Peter, den ich zu meinen Lehrern zählen darf, hat nicht nur den weißen Hintergrund und eine extrem gleichmäßige Ausleuchtung seiner Subjekte in der Headshot Fotografie populär gemacht. Er ist vor allem dafür bekannt, den Menschen vor seiner Kamera dabei zu helfen, authentisch zu agieren, weshalb seine Headshots in besonderer Weise die Persönlichkeit der Portraitierten einfangen.

Bei weitem Nicht nur für Schauspieler interessant

Portraitbilder, die für die abgebildete Person werben und ihr dadurch Türen öffnen, sind natürlich nicht nur für Schauspieler interessant und deshalb war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis auch andere Berufsgruppen Headshots haben wollten. Mit die ersten waren die Haus- und Wohnungsmakler. Das ist in den USA eine ziemlich große Berufsgruppe, die in besonderem Maße darauf angewiesen ist, das Vertrauen potentieller Kunden zu gewinnen. Die Bedeutung eines kompetent und sympathisch wirkenden Headshots, z.B. auf einem Werbeflyer, kann da schwer überschätzt werden.

Spätestens mit der allgemeinen Verbreitung des Internets sind Headshots in den USA zu einem zentralen Bestandteil des Personal und Corporate Brandings geworden, eignen sie sich doch ideal als Profilbilder für Firmenwebsites oder Soziale Netzwerke wie LinkedIn. Nicht nur Schauspieler wissen deshalb um die große Bedeutung eines erstklassigen Headshots für das eigene Business bzw. die eigene Karriere. Neben den Actor Headshot ist deshalb der Business bzw. Corporate Headshot getreten.

Das hat den Kundenstamm vieler etablierter Headshot Fotografen erweitert und, da Business und Corporate Headshots nicht nur in Los Angeles und New York benötigt werden, Fotografen an unzähligen anderen Orten dazu gebracht, sich auf Headshots zu spezialisieren. Wer in den USA, aber auch in anderen englischsprachigen Ländern, ein Portraitbild benötigt, das für Casting oder Branding geeignet ist, sucht deshalb nach einem Headshot Fotografen.

Und in Deutschland?

In Deutschland ist Headshot Fotografie als Genre weitgehend unbekannt, auch wenn sich das allmählich ändert. Natürlich gibt es auch hierzulande das Schauspielerportrait sowie (relativ wenige) darauf spezialisierte Fotografen. Auf andere Branchen hat das aber kaum Auswirkung, was nicht nur an der bei Schauspielerportraits vorherrschenden Ästhetik liegen dürfte.

Jenseits der darstellenden Künste dominieren in der Arbeits- und Geschäftswelt zwei Genres der Portraitfotografie: das Bewerbungsfoto und das Businessportrait.

Ersteres ist in den USA unbekannt, bei uns dagegen nach wie vor fester Bestandteil einer Bewerbung und folgt weitgehend klaren Regeln. Entsprechend gibt es eine große Zahl von Fotografen und Studios, die Bewerbungsfotos anbieten. Die Entwicklung wird hier aber vor allem durch den Preiswettbewerb getrieben, mit der Folge, dass Bewerbungsfotos oft nicht den besten Ruf genießen. Die Zeiten, in denen die klassische Bewerbung der einzige Weg zur neuen Stelle war, sind aber ohnehin vorbei, weshalb es sich lohnt das Bewerbungsfoto im größeren Rahmen des Personal Branding zu betrachten. Darüber habe ich ausführlich in meinem Blogbeitrag “Wie sieht das perfekte Bewerbungsfoto aus?” geschrieben.

Das Businessportrait ist formal weniger stark definiert als das Bewerbungsfoto und reicht vom Mitarbeiterportrait für die Website bis zum Portrait des Vorstandes im Geschäftsbericht. Die Zahl der Fotografen und Studios, die dieses Genre bedienen, steht der Zahl der Bewerbungsfotografen in nichts nach, wobei die Spezialisten in diesem Genre nicht immer leicht zu finden sind.

Alles in allem ist die Situation hierzulande recht unübersichtlich, weshalb der Laie schnell mit dem Problem konfrontiert wird, an wen er sich denn nun wenden soll, wenn er zum Beispiel ein neues Profilfoto für LinkedIn oder XING oder ein Portrait für eine Vortragsankündigung benötigt.

Dabei eint alle diese Genres, dass die von ihnen gelieferten Portraitfotos für die abgebildete Person und ihre Fähigkeiten werben sollen. Damit sie das in optimaler Weise machen, bedarf es freilich eines ganzen Sets spezieller Fähigkeiten, die nicht einfach im Vorbeigehen zu erwerben sind. Die aus den USA stammende Headshot Fotografie ist hier mit ihrer frühen Spezialisierung und stetigen Weiterentwicklung beispielhaft vorangegangen. Sie liefert Portraitfotos, die ideal für Casting und Branding verwendet werden können – egal ob als Businessportrait auf der Website, als Profilbild im sozialen Netzwerk, als Bewerbungsfoto auf dem Lebenslauf, als Schauspielerportrait auf der Casting Card oder auch als Autorenportrait auf dem Buchumschlag.

Du möchtest dich auch mit einem erstklassigen Headshot präsentieren? Dann bietet dir, die von Peter Hurley ins Leben gerufene Headshot Crew auf ihrer Website das wohl weltweit größte Verzeichnis professioneller Headshot & Portraitfotografen. Du musst auf https://headshotcrew.com/locate nur deinen Wohnort eingeben und siehst dann, welche Headshot Fotografen in deiner Nähe sind.

Du kannst aber auch einfach einen Termin bei deinem Headshot & Portraitfotografen in München vereinbaren. Ich freue mich!

Wenn ein Headshot Fotograf auf Reisen geht

Urlaubszeit ist Reisezeit. Und als ob die Entscheidung, wo es im Urlaub hingehen soll, nicht schon schwer genug wäre, stellt sich für viele damit auch die Frage, welche Kamera und wieviel Zubehör auf die Reise mitgenommen werden soll.

Mein Travel Kit

Mein Travel Kit

Eine allgemeingültige Antwort kann es darauf natürlich nicht geben. Dem einen ist es vor allem wichtig, die Urlaubserlebnisse in Echtzeit via Social Media mit den Daheimgebliebenen zu teilen, und ist deshalb mit seinem Smartphone bestens ausgerüstet. Die andere hat dagegen den großformatigen Fotoabzug oder das selbstverlegte Fotobuch vor Augen und ist deshalb bereit, Kamera mit Handgriff, mehrere Objektive, Stativ und vielleicht sogar einen Blitz mit Lichtformer durch die Gegend zu schleppen.

Ich will deshalb gar nicht erst versuchen, mehr oder weniger brauchbare Tipps aus der Profiperspektive zu geben. Stattdessen will ich zeigen, was ich bereits auf vielen Reisen erprobt habe und auch auf meine nächste Reise mitnehmen werde. Vielleicht hilft es ja der einen oder dem anderen bei seiner Entscheidungsfindung.

Im Gegensatz zu dem, was ich an Technik bei meinen Headshot und Portraitsessions einsetze, möchte ich auf Reisen möglichst wenig mitnehmen, ohne deshalb große Abstriche bei der Qualität meiner Bilder machen zu müssen. Meine Lösung habe ich in der analogen Fotografie gefunden, die ich auf Reisen auch wegen ihrer entschleunigenden Wirkung schätze.

  • Reisekamera ist meine bewährte Bessa III von Voigtländer. Das ist eine analoge, faltbare Mittelformatkamera (6x6 und 6x7) mit Messsucher, die ganz auf grundlegende Funktionen reduziert ist – so eine Art klassischer Leica auf Testosteron. Die Kamera wiegt etwa ein Kilo, passt gefaltet problemlos in jede Tasche, und ihr fest verbautes 80 mm Objektiv ist für Portraits ebenso geeignet wie für Landschaftspanoramen.
  • Mein Film der Wahl ist Kodak Portra 400 (als SW-Alternative Kodak TRI-X 400 oder Kodak T-MAX 400). Ich habe verschiedene Filmsorten ausprobiert. Portra hat mich wegen seiner cremigen Farben und weichen Übergänge am meisten überzeugt. 400 ISO erlauben es auch bei wenig Licht noch aus der Hand zu fotografieren; Portra ist dennoch sehr feinkörnig. Außerdem ist er sehr leicht zu handhaben und ebenso leicht zu scannen. Dass er relativ teuer ist, trägt dazu bei, die Reise mit eigenen Augen und nicht durch den Kamerasucher zu erleben.
  • Da 400 ISO manchmal zu viel sind, etwa wenn man die Blende für ein Portrait weiter aufmachen möchte, habe ich einen ND-Filter, der zwei Blenden schluckt. Bei der Bessa werden die Filter in die Streulichtblende fest eingesetzt (wie in der Abbildung) und dann bei Bedarf einfach auf das Objektiv geklemmt.
  • Die leere Ersatzspule habe ich dabei, falls beim Filmwechsel die leere Spule, die in der Kamera umgesetzt werden muss, mal im Dreck landet – was sie irgendwann tut!
  • Die Rollfilmdose dient zur Aufbewahrung der Ersatzspule oder einer Filmrolle, die extra vor Licht geschützt werden muss.
  • CR2 Batterien für die Bessa sind zwar nicht allzu schwer zu bekommen. Ohne Ersatzbatterie ziehe ich trotzdem nicht los.
  • Lenspen groß und Lenspen klein, Blasebalg und feuchtes Reinigungstuch für das Objektiv helfen, die Kamera sauber zu halten, wobei Staub etc. in der analogen Fotografie weit weniger problematisch sind als in der digitalen.
  • Notizbuch und Stift dienen mir vor allem um aufzuschreiben, was auf den Fotos zu sehen ist, oder auch potentielle Motive zu vermerken.
  • Und dann darf natürlich auch der Reisepass im Gepäck nicht fehlen.

Alles das passt in eine kleine Umhängetasche, die ich den ganzen Tag mit mir führen kann, ohne Schulterschmerzen zu bekommen. Und die entschleunigende Wirkung der analogen Fotografie ist zuhause dann auch nicht vorbei, da man ganz in Ruhe warten darf, bis die belichteten Filme entwickelt und auf Papier gebracht sind. Im zeitlichen Abstand gibt es dann doppelt schöne Erinnerungen an die getätigte Reise.

Egal, welche Kamera du auf deinen Reisen mitnimmst, ich wünsche dir, erholt und wohlbehalten mit einem großen Sack toller Erinnerungen wieder zurückzukommen.

Wie sieht das perfekte Bewerbungsfoto aus?

Und warum dich diese Frage auch interessieren sollte, wenn du nicht auf Stellensuche bist

Bewerbungsfotos sind ein Thema, das für die meisten Menschen wenig sex appeal hat. Wer sich dafür interessiert, was ein professionelles Bewerbungsbild ausmacht, der möchte sich entweder gerade auf eine neue Stelle bewerben, eine offene Stelle besetzen oder hilft anderen dabei, ihre Karriereziele zu erreichen, wie das z.B. dein Headshot & Portraitfotograf in München macht.

Ich werde dir weiter unten noch zeigen, dass dich das Thema Bewerbungsfoto auch dann interessieren sollte, wenn du nicht auf Stellensuche bist. Denn die klassische Bewerbung ist nur ein von mehreren Wegen, sich einem potentiellen Arbeitgeber zu präsentieren. Entsprechend lohnt es sich, die Bedeutung des Bewerbungsbildes zu überdenken.

Bevor ich Fotograf wurde, haben mich Bewerbungsfotos wenig interessiert. Die meisten habe ich gesehen, wenn ich meinem Chef bei der Bewerberauswahl für eine offene Stelle geholfen habe. Selbst bin ich in dieser Zeit genau ein Mal zum Fotografen gegangen, um Bewerbungsbilder machen zu lassen. Das lief ziemlich unspektakulär ab, die Fotos waren es ebenfalls, und aus dem Job, auf den ich mich damit beworben habe, wurde auch nichts.

Seitdem ich Headshots fotografiere, haben Bewerbungsfotos jedoch meine ganze Aufmerksamkeit. Ich lese alles, was mir dazu vor die Augen kommt, und ich unterhalte mich regelmäßig mit Menschen, die sich Bewerbungsunterlagen ansehen, um zu entscheiden, ob sie jemanden zu einem Gespräch einladen. Und dann bekomme ich natürlich auch wertvolles Feedback von meinen Kunden, die ihre Headshots zur Bewerbung verwenden.

 

Der Überblick

  1. Benötige ich überhaupt noch ein Bewerbungsfoto?

  2. Kann ich mein Bewerbungsfoto selber machen?

  3. Was zeichnet ein perfektes Bewerbungsfoto aus?

  4. Was soll ich für mein Bewerbungsfoto anziehen und wie soll ich mich stylen?

  5. Wie finde ich einen Fotografen, der mir ein professionelles Bewerbungsfoto macht?

  6. Warum sollte mich das Thema Bewerbungsfoto interessieren, auch wenn ich nicht auf Stellensuche bin?


 

Beginnen wir mit Grundsätzlichem.

1. Benötige ich überhaupt noch ein Bewerbungsfoto?

Im Prinzip könntest du dich auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) berufen und deine Bewerbung ohne Foto einreichen. Das AGG sagt zwar nichts über Bewerbungsbilder, hat aber zum Ziel Benachteiligungen wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion, der sexuellen Orientierung usw. zu verhindern, weshalb dir aus einem fehlenden Foto kein Nachteil erwachsen darf. Und tatsächlich gibt es Firmen, die explizit keine Bewerbungsfotos mehr haben möchten.

Soweit wie in den USA, wo niemand auf die Idee käme, seiner Bewerbung ein Bild beizufügen, sind wir aber noch lange nicht. In Deutschland ist das Bewerbungsfoto kulturell nach wie vor fest verankert, und Arbeitgeber sind am Erscheinungsbild ihrer Bewerber interessiert, auch wenn sie das in ihren Stellenausschreibungen nicht sagen.

Das kannst du zu deinem Vorteil nutzen! Denn ein professionelles Bewerbungsbild kann dir die Tür zu einem Bewerbungsgespräch öffnen, nicht zuletzt, weil es dich von Mitbewerbern abhebt, die ähnlich qualifiziert sind, aber ein schlechteres Bewerbungsfoto haben.

Das belegt eine empirische Studie des Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn, die zeigt, dass Bewerber mit guten Portraitfotos deutlich häufiger zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden als solche mit schlechten. Darüber habe ich in meinem Blogbeitrag “Ein erstklassiges Profilbild vergrössert deine Chancen bei der Bewerbung” geschrieben.

Besagte Studie zeigt auch, dass die meisten Arbeitgeber, wenn der Bewerbung kein Bewerbungsbild beigefügt ist, nach dem Aussehen der Bewerber im Internet suchen. Auf das Bewerbungsfoto zu verzichten verschiebt also nur das Problem.

Fazit: Von den wenigen Ausnahmen abgesehen, in denen ein Arbeitgeber explizit kein Bewerbungsbild haben möchte, solltest du deinen Bewerbungsunterlagen also ein Foto beifügen.

2. Kann ich mein Bewerbungsfoto selber machen?

Kurz und bündig: Nein!

Egal, wie viele Do-it-Yourself-Seiten dir im Internet das Gegenteil sagen, jeder der regelmäßig mit Bewerbungsfotos zu tun hat, sieht auf Anhieb, ob ein Bild von einem professionellen Fotografen gemacht wurde oder nicht. Und das allererste, was ein professionelles Bewerbungsfoto signalisiert, ist, dass du Bewerbung und Karriere ernst nimmst und weder den Weg zum Profi scheust, noch die Kosten, die damit verbunden sind.

Wenn du auffallen möchtest, dann nicht mit einem selbstgemachten Bewerbungsbild, sondern mit einem professionellen, das wirklich erstklassig ist. Und das bekommst du nur von einem spezialisierten Fotografen, der dir vor, während und nach dem Shooting mit seiner Expertise zur Seite steht und dir mit seinem Coaching hilft, selbstbewusst, aufgeschlossen und gut auszusehen, was uns unmittelbar zur nächsten Frage führt.

3. Was zeichnet ein perfektes Bewerbungsfoto aus?

Die übliche Checkliste führt am Ziel vorbei

Üblicherweise bekommst du auf die Frage, was ein perfektes Bewerbungsbild ausmacht, eine Checkliste präsentiert, die ungefähr so aussieht:

  • Dein Bewerbungsfoto sollte dein aktuelles Aussehen zeigen.
  • Der Ausschnitt sollte so gewählt sein, dass Kopf und Schulterpartie sichtbar sind.
  • Du solltest gut ausgeleuchtet sein.
  • Um sympathisch zu wirken, solltest du leicht lächeln.
  • Der Hintergrund sollte neutral sein, um nicht von deiner Person abzulenken.
  • Deine Kleidung sollte dem angestrebten Beruf entsprechen.
  • Die Größe sollte zwischen 6 x 4 cm und 9 x 6 cm liegen.
  • Meist wird Hochformat verwendet; mit Querformat fällst du, wenn der Schnitt gekonnt gewählt ist, aber leichter auf.

Das ist alles nicht falsch und führt trotzdem am Ziel vorbei. Ich bin sicherlich nicht der einzige, der schon zahlreiche Bewerbungsfotos gesehen hat, die alle diese Kriterien erfüllen und trotzdem Zweifel daran wecken, dass man mit ihnen vorteilhaft für sich wirbt.

Ausgangspunkt ist die Bildaussage

Ausgangspunkt eines jeden Bewerbungsfotos sollte die Aussage sein, die es transportieren soll. Es geht hier ja nicht einfach um eine Identitätsfeststellung wie bei einem Passbild. Vielmehr soll dich das Bewerbungsfoto als ideale Besetzung für eine bestimmte Stelle zeigen. Deshalb kann es kein Bewerbungsbild geben, das auf jede Stelle passt. Von einem Bankkaufmann mit täglichem Kundenkontakt wird anderes erwartet als von einer Unternehmensberaterin, die in der C-Suite unterwegs ist. Ein perfektes Bewerbungsfoto erfordert also zunächst, dass man sich Gedanken über die Bildaussage macht.

Das ist der Grund, weshalb dich ein guter Portraitfotograf in einem Vorgespräch kennenlernen und mit dir klären möchte, auf welche Position du dich mit deinem Bild bewerben willst. Denn nur dann kann er diejenigen Seiten deiner Persönlichkeit in Szene setzen, mit denen du bei deinem zukünftigen Arbeitgeber auch punkten kannst.

Ein perfektes Bewerbungsfoto zeigt dich selbstbewusst und aufgeschlossen

Zwei Dinge sind bei jedem Bewerbungsfoto aber unverzichtbar: Dein zukünftiger Arbeitgeber soll sehen, dass du den Aufgaben, die sich dir im Beruf stellen, gewachsen bist und dass du bei den Menschen, mit denen du es innerhalb und außerhalb des Unternehmens zu tun hast, auf Akzeptanz stoßen wirst.

Dreh- und Angelpunkt dafür ist dein Gesichtsausdruck: Du solltest auf deinem Bewerbungsfoto selbstbewusst und aufgeschlossen aussehen – und das in authentischer Weise. Das gilt für alle Berufe. Zumindest fehlt mir die Fantasie, mir einen Arbeitgeber vorzustellen, der einen unsicheren und verschlossenen Mitarbeiter sucht.

Wo genau der Schwerpunkt liegen sollte, hängt aber von den Anforderungen ab, die sich dir im Beruf stellen werden. Von einer Abteilungsleiterin wird deutlich mehr Selbstbewusstsein erwartet als von einem Teamassistenten, der ohne Selbstbewusstsein freilich auch nicht auskommt.

Ein perfektes Bewerbungsfoto unterstreicht deine Professionalität

Dein Bewerbungsbild soll außerdem deine Professionalität unterstreichen. Das gelingt auf zwei Wegen:

Zum einen solltest du dein Bewerbungsfoto von einem professionellen Fotografen machen lassen. Denn zur eigenen Professionalität gehört immer auch zu wissen, wo deren Grenzen liegen, und sich bei Bedarf die Hilfe eines anderen Profis zu holen. Ein Bild, dem man ansieht, dass es nicht von einem professionellen Fotografen gemacht wurde, würde dem widersprechen.

Zum anderen soll dein Bewerbungsfoto zeigen, dass du dich mit den Anforderungen der Stelle, auf die du dich bewirbst, auseinandergesetzt hast. Hier spielen Gesichtsausdruck und Kleidung die zentrale Rolle. Denn von einer Führungskraft wird ein anderes Auftreten erwartet als von einem Teamplayer – das habe ich gerade erläutert – und ein Finanzberater kleidet sich anders als eine Programmiererin – dazu sage ich gleich mehr.

Ein perfektes Bewerbungsfoto ist ein Hingucker

Ein perfektes Bewerbungsfoto zeigt dich nicht nur selbstbewusst, aufgeschlossen und professionell. Es ist auch ein “Hingucker”, d.h. es sichert die Aufmerksamkeit des Betrachters und bleibt in seinem Gedächtnis hängen.

Das läßt sich am einfachsten erreichen, wenn du auf deinem Bewerbungsbild eine rote Clownsnase trägst oder einen dieser lustigen Faschingshüte aufsetzt.

Okay, zielführender ist es, wenn Licht, Kameraführung und Hintergrund, Körperhaltung und Gesichtsausdruck, Styling und Kleidung in deinem Bewerbungsfoto so zusammenkommen, dass sie die Bildaussage perfekt umsetzen. Das Bewerbungsfoto wird dann in der Masse der Bewerbungen herausstechen und dir einen Startvorteil gegenüber deinen Mitbewerbern verschaffen.

Du sollst dein Bewerbungsfoto mögen, es muss aber nicht dein Lieblingsfoto sein

Dein Bewerbungsfoto ist deine visuelle Visitenkarte, mit der du für dich und deine Fähigkeiten wirbst. Du solltest dein Bewerbungsbild deshalb mögen – im Idealfall ist es sogar ein Booster für dein Selbstvertrauen. Dein Lieblingsfoto muss es deshalb aber nicht sein. Denn die Dinge, die wir vielleicht am meisten an uns schätzen, müssen nicht die Dinge sein, die für einen Arbeitgeber relevant sind. Das gilt auch für unseren engeren Familien- oder Freundeskreis, der uns nicht als Mitarbeiter oder Kollegen sieht, ja uns meistens gar nicht in unserer professionellen Rolle kennt.

Bei der Wahl deines Bewerbungsfotos solltest du dich deshalb von Leuten beraten lassen, die dein Bild auf seine Qualitäten für eine Bewerbung hin beurteilen können. Ein guter Fotograf wird dir sagen, warum er welches Foto für welche Stelle am besten geeignet hält. Und ebenso sind Karriere- und Personalberater Experten, die dir hier weiterhelfen können.

Fazit: Das perfekte Bewerbungsfoto ist auf die Position abgestimmt, auf die du dich bewirbst, und zeigt dich auf authentische Weise selbstbewusst, aufgeschlossen und professionell. Als Hingucker bleibt es sofort im Gedächtnis des Betrachters hängen.

4. Was soll ich für mein Bewerbungsfoto anziehen und wie soll ich mich stylen?

Zunächst: Auch wenn Kleidern nachgesagt wird, dass sie Leute machen. Deine Kleidung kann deinen Gesichtsausdruck zwar unterstützen, aber nie ersetzen. Wer unsicher dreinschaut, wirkt auch im Anzug nicht selbstbewusst. Die Kleidung im Bewerbungsfoto hat deshalb vor allem die Funktion zu zeigen, dass du die kulturellen Anforderungen der Stelle kennst, auf die du dich bewirbst.

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Mache dich also, wenn du unsicher bist, mit dem Dresscode vertraut, der dort hochgehalten wird, wo du hin möchtest, und kleide dich entsprechend. Ganz oft ist das bei Männern ein einfarbiges helles Hemd und darüber ein dunkles Sakko, eventuell noch Krawatte dazu, und bei Frauen die einfarbige helle Bluse und der dunkle Blazer. Das kann aber natürlich auch ganz anders sein. Denn zum einen werden die Kleiderordnungen in vielen Branchen immer lockerer. Und zum anderen sind die Dresscodes etwa in der Finanzbranche natürlich deutlich verschieden von denen in der Kreativbranche, wo du unter Umständen auch mit einem ausgefallenen Kleidungsstück punkten kannst.

Ganz allgemein gilt, dass du auf alles verzichten solltest, was von deinem Gesichtsausdruck ablenkt – große Muster, Logos, Applikationen. Weniger ist in der Regel mehr, und das gilt auch für Makeup und Schmuck. Ein guter Fotograf wird dir hier bei der Vorbereitung auf deinen Fototermin helfen, und er wird dich auch bitten, mehrere Oberteile mitzubringen, damit ihr vor Ort die beste Kombination auswählen könnt. Manchmal sieht man erst auf dem Foto, ob etwas funktioniert oder nicht.

Bei alledem solltest du dich in der Kleidung, die du auf deinem Bewerbungsfoto trägst, wirklich wohl fühlen. Sonst läufst du Gefahr, verkleidet auszusehen. Und wenn du dich tatsächlich verbiegen musst, um einer geforderten Kleidungsordnung zu entsprechen, dann wirst du auf dieser Stelle vermutlich ohnehin nicht glücklich.

Fazit: Orientiere dich bei der Kleidungswahl am Dresscode deiner zukünftigen Kollegen. Achte aber darauf, dass du dich in der gewählten Kleidung auch wirklich wohl fühlst.

5. Wie finde ich einen Fotografen, der mir ein professionelles Bewerbungsfoto macht?

Dazu habe ich ausführlich in meinem Blogbeitrag “5 Tipps, die du unbedingt beachten solltest, wenn du einen Fotografen für dein neues Portraitfoto suchst” geschrieben. Ich will hier die wichtigsten Punkte herausgreifen:

Suche dir einen Spezialisten!

Dein Bewerbungsfoto sollte dich professionell, selbstbewusst und aufgeschlossen zeigen und sich von den Bildern deiner Mitbewerber abheben. Das fordert dem Fotografen Fähigkeiten ab, die nicht einfach im Vorbeigehen zu erwerben sind, weshalb du am besten beim Spezialisten aufgehoben bist, z.B. bei einem Headshot Fotografen.

Schaue dir das Portfolio deines Fotografen gut an!

Das Portfolio sollte die Spezialisierung deines Fotografen deutlich machen sowie seine Handschrift zeigen. Fehlt ein durchgängiger Bildstil, weißt du nicht, was du für dein Geld bekommst. Frage dich: Zeigt das Portfolio ausreichend Bilder, die für eine Bewerbung geeignet sind? Und gefällt mir, was ich sehe?

Versuche, einen persönlichen Eindruck von deinem Fotografen zu gewinnen!

Portraitfotografie lebt von der Interaktion des Fotografen mit den Menschen vor seiner Kamera. Wenn dir dein Fotograf unsympathisch ist, dann wird es dir schwer fallen, dich zu öffnen. Schau dir deshalb die Über mich-Seite deines Fotografen an und versuche dir ein Bild von der Person zu machen, die dich fotografieren wird.

Kläre im Vorfeld die Nutzungsrechte an deinen Bewerbungsfotos!

Als Urheber muss dir der Fotograf die Nutzungsrechte an deinen Portraitfotos einräumen, damit du diese auch verwenden darfst. Ein Bewerbungsfoto, dessen Nutzung auf On- und Offline-Bewerbungen beschränkt ist, darf zum Beispiel nicht umstandslos als Profilbild im Internet verwendet werden. Überlege dir also, wie du dein Bewerbungsfoto nutzen möchtest, und kläre vorab, ob diese Nutzungsarten im Preis enthalten sind.

Achte auf Hilfestellung zur Vorbereitung auf dein Shooting!

Im Vorfeld eines Shootings tauchen immer wieder Fragen auf, die einen als Kunden verunsichern können und deshalb auf den Erfolg des Shootings Einfluß haben. Dein Fotograf sollte dich hier nicht allein lassen und dir bei der Vorbereitung helfen – mit einer FAQ-Seite, die deine Fragen beantwortet, telefonisch oder auch bei einem Treffen. Achte auf ein entsprechendes Angebot!

6. Warum sollte mich das Thema Bewerbungsfoto interessieren, auch wenn ich nicht auf Stellensuche bin?

Der beste Zeitpunkt für ein perfektes Bewerbungsfoto

Der beste Zeitpunkt, um ein perfektes Bewerbungsfoto zu machen, ist, wenn du nicht auf Stellensuche bist.

Das mag auf den ersten Blick nicht ganz einleuchten. Sollte dein Bewerbungsbild nicht aktuell sein? Warum solltest du mit deinem Bewerbungsfoto dann nicht warten, bis du eine neue Stelle suchst? Weil du dann in der Regel mit deinem aktuellen Job unzufrieden bist oder ihn vielleicht schon verloren hast! Beides sind nicht die besten Voraussetzungen, um vor der Kamera selbstbewusst und aufgeschlossen zu agieren. Das ist ganz anders, wenn du dich auf deiner aktuellen Stelle wohl fühlst und dir keine Sorgen um deine berufliche Zukunft machen mußt.

Es gibt aber noch einen weiteren – sogar wichtigeren – Grund, weshalb dich das Thema Bewerbungsfoto interessieren sollte, auch wenn du gerade nicht auf Stellensuche bist. Der kommt allerdings erst in den Blick, wenn wir etwas zurücktreten.

Das perfekte Bewerbungsfoto als Teil deines Personal Branding

Handreichungen zum perfekten Bewerbungsfoto, wie du sie auf vielen einschlägigen Seiten im Internet findest, liegt häufig die Vorstellung eines klassischen Bewerbungsablaufs zugrunde:

Ein Arbeitgeber schreibt eine offene Stelle aus, sammelt und sichtet die eingehenden Bewerbungen und entscheidet dann auf deren Grundlage, wer zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird oder auch nicht. Das Bewerbungsfoto hilft ihm dabei, einen ersten Eindruck von den Bewerbern zu gewinnen.

In Zeiten, in denen die Bewerbungsunterlagen die einzige Informationsquelle waren, aus der ein Arbeitgeber etwas über einen Bewerber erfahren konnte, mag das so gewesen sein. Heute suchen Arbeitgeber – wie die eingangs zitierte Studie zeigt – jedoch aktiv nach Informationen über ihre Bewerber, um sich ein möglichst vielseitiges Bild von ihrem zukünftigen Arbeitnehmer zu machen. Zumindest solltest du damit rechnen.

Und oft schreiben Arbeitnehmer eine Stelle auch gar nicht mehr groß aus, sondern machen sich selbst auf die Suche nach potentiellen Kandidaten. Dabei helfen ihnen Personalberater und professionelle Netzwerke.

In allen diesen Fällen ist die Informationsquelle #1 das Internet, insbesondere Plattformen wie XING, LinkedIn oder auch Facebook. Und deshalb solltest du darauf achten, den erstklassigen Eindruck, den deine Bewerbungsunterlagen vermitteln, nicht durch deinen Auftritt im Internet zu unterlaufen. Das gilt natürlich auch für die Bilder, die dort von dir zirkulieren, etwa dein Profilfoto auf XING und LinkedIn (im Zweifelsfall aber auch die Fotos der letzten Party, die du auf Facebook gepostet hast).

Anstatt dich nur auf deine Bewerbung mit dem perfekten Foto zu konzentrieren, solltest du deshalb ein einheitliches Bild von dir vermitteln, das auch deinen Internetauftritt miteinschließt. Anders formuliert: Verstehe deine Bewerbung als Teil deines Personal Branding und präsentiere dich in kohärenter Weise on- wie offline, so dass du für einen potentiellen Arbeitgeber als Persönlichkeit mit spezifischen Interessen und Fähigkeiten greifbar wirst. Dazu gehört eine Bildstrategie, die sich nicht mit dem perfekten Bewerbungsfoto begnügt, sondern auch die öffentlich zugänglichen Bilder im Internet berücksichtigt, insbesondere die Profilbilder in den Sozialen Netzwerken. Und für letztere gilt im wesentlichen, was ich oben über das perfekte Bewerbungsfoto gesagt habe.

Du kannst die verschiedenen Plattformen, auf denen du vertreten bist, zudem dazu nutzen, unterschiedliche Facetten deiner Persönlichkeit zu zeigen und zum Beispiel das Bewerbungsbild, das dich vor allem als Führungskraft ausweist, um ein Profilbild ergänzen, bei dem du dich stärker als Teamplayer zeigst. Dabei solltest du aber unbedingt auf eine einheitliche Handschrift achten, d.h. die Bilder sollten vom selben Fotografen sein, damit sie über die verschiedenen Plattformen hinweg deiner Person zugeordnet werden können.

Fazit: Dein Bewerbungsbild ist zwar eine wichtige, aber nicht die einzige Quelle, anhand derer sich Arbeitgeber ein Bild von dir machen. Neben einem erstklassigen Bewerbungsfoto solltest du deshalb mindestens auch über ein entsprechendes Profilbild in den Sozialen Netzwerken verfügen.

Du benötigst ein erstklassiges Bewerbungsfoto und ein ebensolches Profilbild? Dann sichere dir am besten gleich einen Termin bei deinem Headshot & Portraitfotografen in München.

5 Tipps, die du unbedingt beachten solltest, wenn du einen Fotografen für dein neues Portraitfoto suchst

Jeder kennt das Problem: Man benötigt ein neues Portraitfoto von sich, weil das Profilbild im Sozialen Netzwerk hoffnungslos veraltet ist, auf dem Lebenslauf noch ein aktuelles Bewerbungsfoto fehlt oder der überarbeitete Internetauftritt nach einem neuen Businessportrait verlangt. Die Idee, einen fotografisch ambitionierten Freund um Hilfe zu bitten, hat zwar zu einem lustigen Abend, nicht aber zu geeigneten Bildern geführt. Und die Frage an den Freundes- und Bekanntenkreis nach einer guten Empfehlung ist ebenfalls ins Leere gelaufen. Jetzt sucht man in den Weiten des Internets nach einem geeigneten Fotografen und wird von dem Angebot, das einem die Suchmaschinen ausspucken, schier überwältigt. Schnell stellt sich die Frage: Auf was muss man achten, wenn man einen Fotografen für sein neues Portraitfoto sucht?

Als jemand, der zwar meist hinter der Kamera steht, aber auch immer wieder Portraitfotos von sich machen läßt, möchte ich dir hier 5 Tipps geben, die du unbedingt beachten solltest, damit du auch wirklich geeignete Bilder bekommst:

1. Suche dir einen Spezialisten!

Dein Portraitfoto fungiert als deine visuelle Visitenkarte – egal ob im Sozialen Netzwerk, auf der Bewerbung oder der Firmenwebsite. Es sollte dich attraktiv, selbstbewusst und aufgeschlossen zeigen und sich in der täglichen Bilderflut behaupten. Das fordert dem Fotografen spezifische Fähigkeiten ab, die nicht einfach im Vorbeigehen zu entwickeln sind. Im Prinzip ist es hier wie in der Medizin. Dort bist du mit deinen Gesundheitsproblemen auch am besten beim zuständigen Spezialisten aufgehoben. Der Spezialist, zu dem du für ein neues Portraitfoto, gehen solltest, ist der Headshot Fotograf.

2. Schaue dir das Portfolio deines zukünftigen Fotografen genau an!

Das Portfolio ist das Schaufenster deines Fotografen und sollte seine Spezialisierung sowie seine Handschrift sichtbar machen. Fehlt deinem Fotografen ein einheitlicher Bildstil, weißt du nicht, was du für dein Geld bekommst. Das Portfolio sollte deshalb auch eine gewisse Größe haben (etwa 20 Portraitsfotos) und unterschiedliche Menschen zeigen, damit du darauf vertrauen kannst, dass dein Fotograf auch von dir ein überzeugendes Portraitfoto in seinem Bildstil machen wird.

3. Versuche einen persönlichen Eindruck von deinem zukünftigen Fotografen zu gewinnen!

Portraitfotografie lebt von der Interaktion des Fotografen mit dem Portraitierten. Wenn dir dein Fotograf unsympathisch ist, dann wird es dir schwer fallen, dich vor der Kamera zu öffnen. Schau dir deshalb die Über mich-Seite deines Fotografen an, auf der hoffentlich auch ein erstklassiger Headshot von ihm zu finden ist. Suche nach ihm in den Sozialen Netzwerken oder rufe einfach bei ihm an. So oder so, versuche auf jeden Fall dir ein Bild von der Person zu machen, die dich fotografieren wird.

4. Kläre im Vorfeld die Nutzungsrechte an deinen Portraitfotos!

Als Urheber muss dir der Fotograf die Nutzungsrechte an deinen Portraitfotos einräumen, damit du diese überhaupt jenseits deiner vier Wände verwenden darfst. Der Umfang der erteilten Rechte kann stark variieren. Ein Bewerbungsfoto, dessen Nutzung auf On- und Offline-Bewerbungen beschränkt ist, darf zum Beispiel nicht auf einer Firmenhomepage oder für eine Vortragsankündigung verwendet werden. Überlege dir also, wie du deine Portraitfotos nutzen möchtest, und kläre vorab, ob diese Nutzungsarten im Preis enthalten sind. (Mehr zu diesem Thema erfährst du in meinem Blogbeitrag "Wie sieht es mit den Nutzungsrechten aus?")

5. Achte auf Hilfestellung zur Vorbereitung auf dein Shooting!

Im Vorfeld eines Shootings tauchen immer wieder Fragen auf, die einen als Kunden verunsichern können und deshalb auf den Erfolg des Shootings Einfluß haben. Die Kleidungswahl ist dabei vielleicht die häufigste, aber bei weitem nicht die einzige Frage. Dein Fotograf sollte dich hier nicht allein lassen und dir bei der Vorbereitung helfen. Das kann er mit einer FAQ-Seite, die deine Fragen beantwortet, telefonisch oder bei einem Treffen. Auf keinen Fall sollte dein Fotograf aber dieses Problem unthematisiert lassen.

Wenn du diese 5 Tipps beachtest, solltest du einen geeigneten Fotografen für deine neuen Portraitfotos finden.

Zusatztipp: Die Headshot Crew bietet auf ihrer Website das größte Verzeichnis professioneller Headshot & Portraitfotografen. Du musst auf https://headshotcrew.com/locate nur deinen Wohnort eingeben und siehst dann, welche Headshot Fotografen in deiner Nähe sind.

Du kannst aber auch einfach einen Termin bei deinem Headshot & Portraitfotografen in München vereinbaren. Ich freue mich!

Ein erstklassiges Profilbild vergrössert deine Chancen bei der Bewerbung

Das Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn hat eine Studie durchgeführt, die die große Bedeutung erstklassiger Profilbilder auf Social Media Plattformen für eine erfolgreiche Bewerbung unterstreicht.

Demnach suchen Arbeitgeber gezielt nach Informationen zu ihren Bewerbern im Internet und lassen sich dann bei der Vorauswahl ihrer Kandidaten stark von den dort vorgefundenen Profilbildern beeinflussen. In der Studie wurde der Bewerber mit dem „attraktivsten“ Profilbild sogar um 40 Prozent häufiger zu Vorstellungsgesprächen eingeladen als sein Mitbewerber mit dem „am wenigsten attraktiven“ Profilbild bei sonst gleichen Qualifikationsmerkmalen. Eine Bewerbung ohne ein Bewerbungsfoto, wie sie nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) völlig unproblematisch sein sollte, bedeutet deshalb noch lange nicht, dass das eigene Erscheinungsbild bei der Jobsuche keine Rolle spielt.

Außerdem interessant: Je höher die Qualifikationsanforderung der ausgeschriebenen Stelle war, um so wichtiger wurde das Profilbild.

Präsentierst du dich bereits mit einem erstklassigen Profilbild, das für dich und deine Leistung wirbt, im Sozialen Netzwerk? Wenn nicht, dann solltest du den Termin für deine Headshot Session nicht auf die lange Bank schieben und deine Professionalität mit einem entsprechenden Bild auch visuell untermauern.

Tethered Shooting beim Headshot & Portraitfotografen?

In der Regel mache ich auf meinem Blog einen großen Bogen um technische Fragen. Denn egal, ob sie ihren Headshot als Businessportrait, Bewerbungsfoto oder auch Profilbild verwenden wollen, meine Kunden interessieren sich für die Bilder, die sie bekommen, nicht für die technischen Bedingungen, unter denen sie entstehen. Zumindest bin ich bislang bei keiner meiner Headshot oder Portraitsessions danach gefragt worden, welche Blitzsynchronzeit meine Kamera hat oder auf welche Farbtemperatur meine Blitze ausgelegt sind.

Insofern mag es besonders befremdlich wirken, dass ich nun ausgerechnet das Thema tethered shooting aufgreife, das selbst viele meiner Kollegen lieber links liegen lassen. Doch anders als Blitzsynchronzeiten und Farbtemperaturen ist tethered shooting tatsächlich für alle interessant, die einen Headshot bzw. ein Portraitfoto von sich benötigen. Ich erkläre gleich weshalb. Zunächst will ich aber die Frage beantworten, was tethered shooting überhaupt ist.

Beim tethered shooting wird die Kamera über ein Datenkabel mit dem Computer verbunden.

Beim tethered shooting wird die Kamera über ein Datenkabel mit dem Computer verbunden.

Am besten lässt sich der Begriff als “kabelgebundenes Fotografieren” ins Deutsche übersetzen. Gemeint ist ein technisches Verfahren der Digitalfotografie, bei dem die Kamera über ein Datenkabel mit einem Computer verbunden wird. Zusammen mit einer geeigneten Software erlaubt das die Kamera über den Computer zu steuern und – in unserem Zusammenhang wichtiger – die Bilder direkt auf dem Computerbildschirm zu betrachten.

Letzteres wäre im Prinzip zwar auch auf dem Monitor möglich, der auf der Rückseite der Digitalkameras angebracht ist. Um die Bilder eines Shootings ausreichend beurteilen zu können, ist der aber viel zu klein – und um mit zwei oder mehr Leuten die Details eines Fotos zu besprechen sowieso.

Bei großen Fotoproduktionen, bei denen die Verantwortung für das Ergebnis auf mehreren Schultern liegt und an denen nicht selten auch der Auftraggeber teilnimmt, ist tethered shooting Standard. Denn es erlaubt allen Beteiligten, die Bilder schon während des Shootings zu begutachten und bei Bedarf einzugreifen, um Änderungen vorzunehmen. So ist sichergestellt, dass am Ende des Shootings auch tatsächlich die Fotos im Kasten bzw. auf dem Datenspeicher sind, die man haben möchte.

Und genau das ist natürlich auch das Ziel einer Headshot & Portraitsession, weshalb nicht einsichtig ist, warum hier auf tethered shooting verzichtet werden sollte. Für mich ist das jedenfalls ein Standard, hinter den ich nicht zurückgehen möchte. Und du solltest deinen Fotografen auch danach fragen.

Tethered shooting erlaubt es mir als Portraitfotografen, meine Kunden schon während des Shootings immer wieder vor den Computerbildschirm zu holen, um gemeinsam mit ihnen die gerade aufgenommenen Bilder zu besprechen. Ich möchte wissen, was meinen Kunden gefällt und was nicht, um sicher zu gehen, dass sie am Ende der Session mit ihren Headshots wirklich zufrieden sind. Ein Businessportrait, Bewerbungsfoto oder auch Profilbild, hinter dem man nicht steht, eignet sich schließlich nicht für Branding, Casting & Business.

Ich nütze den Computerbildschirm aber nicht nur, um während des Shootings das Feedback meiner Kunden einzuholen. Der Computerbildschirm ist für mich zugleich ein unersetzbares Coachinginstrument. Erkläre ich meinen Kunden zum Beispiel, wie sie durch ihre Kopfhaltung ihre Kinnlinie verbessern können, dann kann ich ihnen das Ergebnis gleich auf dem Computerbildschirm zeigen. So lernen sie, sicher vor der Kamera zu agieren, und entwickeln ein Gespür dafür, wie sie ihr Erscheinungsbild beeinflussen können. Denn fotogenes Auftreten ist nicht angeboren, sondern kann tatsächlich gelernt werden, und tethered shooting ist dabei ein unverzichtbares Hilfsmittel.

Wenn du also einen Portraitfotografen suchst, dann erkundige dich unbedingt danach, ob er tethered fotografiert. Warum solltest du auf die Vorteile dieser Technik verzichten?

Und für die Kollegen, die jetzt wissen möchten, welche Soft- und Hardware ich verwende, um kabelgebunden zu fotografieren: Die Software heist Capture One Pro, das Datenkabel und die sonstige Hardware sind von Tether Tools. Nicht-Fotografen können diese Details freilich egal sein...

Und wann hat sich dein Fotograf zuletzt fotografieren lassen?

Hast du einen Fotografen schon einmal gefragt, wann er sich zuletzt fotografieren hat lassen? Und hast du dann etwas in der Art erwidert bekommen, dass man als Fotograf lieber hinter als vor der Kamera steht? Das würde mich nicht wundern. Viele meiner Kollegen sind ziemlich kamerascheu. Da unterscheiden sie sich in nichts von Nicht-Fotografen, von denen ebenfalls viele erschreckt schauen, wenn eine Kamera auf sie gerichtet wird. Aber gerade das ist der Grund, warum man als Fotograf regelmäßig die Seiten wechseln sollte.

Nur vor der Kamera erlebt man, wie unangenehm es sich anfühlt, wenn eine längere Stille entsteht, weil der Fotograf mit sonstwas beschäftigt ist, oder wie verloren man sich vorkommt, wenn sich die Kommunikation des Fotografen auf “jetzt in die Kamera schauen” und “bitte lächeln” beschränkt, oder wie stark es einen verunsichert, wenn man keine Rückmeldung dazu bekommt, wie man sich vor der Kamera verhält. Das kann selbst für alte Hasen durchaus erhellend sein. Andererseits kann man sich von den Kollegen natürlich auch einiges abschauen und das sollte man nützen. Ganz besonders gilt das, wenn man vor die Kamera eines international angesehenen Topfotografen tritt.

Shot by my mentor Peter Hurley

Shot by my mentor Peter Hurley

Und genau dazu hatte ich kürzlich Gelegenheit, als Peter Hurley aus New York nach München kam. Peter gilt – sicherlich zurecht – als einer der besten Headshot Fotografen überhaupt, und ich schätze mich sehr glücklich, von ihm die Feinheiten dieses fotografischen Genres gelernt zu haben. In München hat Peter einen Workshop abgehalten, bei dem ich ihm etwas helfen konnte, vor allem aber über die Schultern schauen durfte. Und nicht zuletzt ergab sich hier die Gelegenheit, von ihm fotografiert zu werden.

Ein Headshot steht oder fällt mit dem Gesichtsausdruck, und Peter ist ein Meister darin, den Menschen vor seiner Kamera die unterschiedlichsten Ausdrücke ins Gesicht zu zaubern. Der Headshot in diesem Beitrag spricht für sich. So habe ich mich noch nie gesehen! Und auch wenn sich diese Aufnahme nicht unbedingt als Profilbild eignet, ist sie ein Lieblingsbild von mir. Natürlich habe ich von Peter, seitdem ich ihn kenne, schon ganz viel darüber gehört, wie man Menschen vor der Kamera führt und das auch in meine eigene Arbeit integriert. Zu erleben wie sich sein Coaching anfühlt, war dennoch eine unbezahlbare Erfahrung, von der meine Kunden zweifellos profitieren werden. Und natürlich bekam ich auch Headshots für meine neue Website...

Wenn du wissen möchtest, was Peter angestellt hat, als er dieses Foto von mir gemacht hat, dann melde dich einfach! Das gilt natürlich auch, wenn du einen Termin für eine Headshot Session bei mir vereinbaren möchtest.

Wie sieht es mit den Nutzungsrechten aus?

Wer zum Headshot oder Portraitfotografen geht, um sich Bewerbungsfotos, Businessportraits oder auch Profilbilder für das Soziale Netzwerk machen zu lassen, will perfekt in Szene gesetzt werden und sich nicht mit Nutzungsrechten befassen. Für die meisten Nicht-Juristen ist das ein eher trockenes Thema. Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Wenn du dir auf jeden Fall Ärger ersparen möchtest, dann solltest du deinen Fotografen jedoch unbedingt nach den Nutzungsrechten fragen, die er dir für deine Bilder einräumt.

Als Urheber hat der Fotograf nämlich das Recht über die Nutzung seines Werkes zu bestimmen, auch wenn es in deinem Auftrag geschaffen wurde. Das verhält sich bei Fotos nicht anders als bei Musik oder Film. Dahinter steht nicht zuletzt das Ziel einer angemessenen Entlohnung für den Urheber. Wenn du dein Portraitfoto also nicht nur an die heimischen Wände hängen, sondern etwa für eine Bewerbung, dein Profil im Sozialen Netzwerk oder auf deiner Website verwenden möchtest, muss dir der Fotograf die entsprechenden Nutzungsrechte einräumen.

Und hier kann es kompliziert werden, denn Art und Umfang der Nutzungsrechte können ganz unterschiedlich ausfallen. Nutzungsrechte können einfach oder – voll oder eingeschränkt – ausschließlich sein und zeitlich, räumlich und/oder inhaltlich eingeschränkt werden. Das will ich hier gar nicht im Detail ausführen. Welche Nutzungsrechte Fotografen für ihre Werke einräumen kann deshalb stark variieren. Das machen sie nicht um ihre Kunden zu ärgern, sondern ein Preismodell zu kreieren, das den Bedürfnissen ihrer Kunden entspricht und ihnen gleichzeitig erlaubt, mit der Fotografie ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Wenn du ein Bewerbungsfoto machen lässt, heißt das deshalb nicht, dass du es auch automatisch auf Facebook posten darfst. Das Businessportrait auf deiner Website darfst du unter Umständen nicht für deinen Werbeflyer verwenden. Oder die Nutzung deines für das Soziale Netzwerk gedachten Profilbildes auf einer gedruckten Vortragsankündigung kann durch die Nutzungsrechte nicht abgedeckt sein. Und das kann dann zu Streitigkeiten mit deinem Fotografen führen, der diese erweiterte Nutzung zu Recht entlohnt sehen will.

Deshalb mein Tipp für deine nächste Headshot oder Portraitsession: Überlege dir, wofür du deine Bilder alles benötigst, und erkundige dich dann bei deinem Fotografen, ob diese Nutzungen auch abgedeckt sind. Und um Missverständnisse zu vermeiden, sollten die Nutzungsrechte, die du mit deinen Bildern erwirbst, dann auch auf der Rechnung stehen.

Und zum Schluß will ich noch die Frage beantworten, wie ich das selbst als Headshot & Portraitfotograf in München mit den Nutzungsrechten halte. Das ist bei mir ganz einfach: Ich räume meinen Kunden uneingeschränkte Nutzungsrechte für ihre Headshots ein, damit sie sich über dieses Thema dann keine Gedanken mehr machen müssen, sondern ihr Portraitfoto einfach verwenden können, wenn sie es benötigen.

Möchtest du auch einen Headshot, den du uneingeschränkt verwenden kannst? Dann sichere dir jetzt einen Termin!

Interview mit greta 1/2017

Vor kurzem bin ich von der Journalisten und Buchautorin Sandra Winkler interviewt worden, was mir riesig Spaß gemacht hat. Es ging um einen Artikel über Frauen und Männer, die einen beruflichen Neustart gewagt haben. Als ehemaliger Technikhistoriker und jetziger Headshot & Portraitfotograf durfte ich da auch meine Erfahrungen beisteuern. Der Artikel ist nun in der neuen Frauenzeitschrift greta erschienen, und ich finde ihn sehr lesenswert – nicht nur für Berufswechsler. Danke!

Münchens Headshot & Portraitfotograf hat einen neuen Webauftritt!

In den letzten Tagen habe ich Inhalt und Design meines Webauftritts überarbeitet, um es meinen Besuchern möglichst einfach zu machen, die für sie interessanten Inhalte zu finden – und das unabhängig davon, welches Ausgabegerät sie benutzen. Was zuletzt noch gefehlt hat, war ein aktueller Headshot, um mich selbst den Besuchern meiner Website zu präsentieren. Als Headshot Fotograf sollte man ja mit gutem Beispiel vorangehen. Das ist nun auch geschafft, denn am Wochenende hat mich Peter Hurley – der zurecht als einer der besten Headshot Fotografen weltweit gilt – bei seinem Münchenbesuch vor die Kamera geholt. Darüber werde ich getrennt berichten. Jedenfalls ist der neue Webauftritt fürs erste fertig, worüber ich mich sehr freue. Gedankt sei an dieser Stelle allen, die mir mit Rat und Tat beiseite gestanden haben. Viel Spaß beim Surfen auf meiner neuen Website!

Bist du auch gerade dabei, deinen Webauftritt zu überarbeiten? Dazu gehört ein aktueller Headshot, der dich selbstbewusst, aufgeschlossen und gut aussehen läßt. Am besten du sicherst dir gleich einen Termin und ersparst dir so unnötige Enttäuschungen!

Diese Firma hat die Bedeutung von Branding verstanden

Meine Lieblingsarchitekten heißen pws | plan werk statt architekten und sitzen in Neuried bei München. Diese Auszeichnung haben sich Daniela Sailer, Stefan Miller und ihre Mitarbeiter nicht nur dadurch verdient, dass sie äußerst umgängliche Menschen sind, mit denen man gerne zusammenarbeitet, sondern auch, weil sie – anders als viele andere Firmen – um die Bedeutung erstklassiger Headshots für ein überzeugendes Branding wissen.

Bester Beleg dafür ist, dass sie mit der Anfertigung der Mitarbeiterportraits für ihren neuen Webauftritt nicht einfach einen People Fotografen, sondern einen Headshot Spezialisten beauftragt haben. Und weil pws architekten erstklassige Headshots wollten, sind sie auch gar nicht erst auf die Idee gekommen, dass man in einer Ecke ihres Büros einen Blitzschirm aufspannen und kurz mal in die Kamera lächeln könnte, um dann aus 10 bis 15 Aufnahmen die am wenigsten verstörende auszuwählen. Stattdessen haben sie mich beauftragt, mit jedem ihrer Mitarbeiter individuell in meinem Studio zu arbeiten, wo wir uns die Zeit genommen haben, die für einen erstklassigen Headshot notwendig ist. Dass alle meine Checklist für ihren Termin gelesen und sich entsprechend vorbereitet hatten, muss ich nicht erwähnen, oder?

Ein großes Dankeschön an pws architekten.

Mehr zu meinen Lieblingsarchitekten gibt es unter: http://pwsarchitekten.de/

Was solltest du bei deinem Profilbild beachten?

Unser Profilbild in sozialen Netzwerken wie XING, LinkedIn oder auch Facebook ist häufig der erste Eindruck, den wir auf andere machen, und der ist weitaus prägender, als wir gerne glauben. Das ist mittlerweile von der Wissenschaft gut untersucht, wie ich in einem früheren Post berichtet habe. Doch was zeichnet ein gutes Profilbild aus?

 

1. Dreh- und Angelpunkt eines guten Profilbildes ist dein Gesichtsausdruck, der selbstbewusst, aufgeschlossen und dabei möglichst natürlich wirken sollte, wenn du für dich werben möchtest. Und so wichtig es ist, dass du dich mit deinem Profilbild voll identifizierst, solltest du dich bei der Bildauswahl von einem Experten beraten lassen. Der kann die Bildwirkung im Zweifelsfall besser einschätzen als du oder dir nahe stehende Personen, die dich nicht primär in deiner beruflichen Rolle sehen.

2. Der Hintergrund sollte möglichst unauffällig sein – am besten einfarbig. Meine Favoriten sind weiße, graue und schwarze Hintergründe, weil sie klar und modern wirken und die Bildaussage unterstützen, ohne von den portraitierten Personen abzulenken.

3. Deine Kleidung sollte dem Umfeld entsprechen, in dem du arbeitest. Das kann Bluse und Blazer bzw. Hemd und Sakko sein, muss es aber natürlich nicht. Und es müssen auch nicht immer dunkle Farben sein. Wichtig ist aber auch hier, dass die Kleidung nicht vom Gesicht ablenkt, weshalb du großflächige Muster, Logos etc. vermeiden solltest.

4. Der Bildausschnitt sollte so gewählt sein, dass Kopf und Schulterpartie, aber auch nicht mehr, zu sehen sind. Dadurch ist dein Gesichtsausdruck auch bei kleinen Bildmaßen, wie sie bei Profilbildern häufig sind, noch „lesbar“. Die Schulterpartie reicht für die Identifizierung deines Kleidungsstils völlig aus, alles andere ist unnötige Information. Und deine Augen sollten deutlich in der oberen Bildhälfte – etwa auf der oberen Drittellinie – liegen, da das einen selbstbewussten Gesichtsausdruck unterstützt.

5. Und nicht zuletzt: Das Profilbild sollte dein aktuelles Erscheinungsbild wiedergeben. Denn so attraktiv du auf dem Portrait, das man von dir vor zehn Jahren gemacht hat, aussehen magst, du solltest keine fragenden Blicke auslösen, wenn du den Menschen, die dich bislang nur aus sozialen Netzwerken kennen, das erste Mal face to face gegenüberstehst.

Zusatztipp: Falls du in mehreren sozialen Netzwerken aktiv bist, dann solltest du das nützen, um verschiedene Facetten deiner Persönlichkeit zu zeigen. Verwende deshalb unterschiedliche Profilbilder, die z.B. einmal stärker die Führungskraft und einmal stärker den Teamplayer zeigen. Wichtig ist dabei allerdings, dass alle Bilder dieselbe stilistische Handschrift tragen, damit du über die verschiedenen Plattformen hinweg als eine Person (bzw. Brand) wahrgenommen wirst.

Alternativ dazu bietet sich natürlich auch der regelmäßige Wechsel deines Profilbildes auf einer Plattform an.

Entspricht dein Profilbild diesen Anforderungen oder ist es Zeit für einen Fototermin?

Wie sieht ein erfolgreiches Lachen aus?

Dieser Frage ist ein Forscherteam um Nathaniel E. Helwig an der University of Minnesota nachgegangen. Die Forscher simulierten auf einem Computerbildschirm ein dreidimensionales, lachendes Gesicht und variierten dann die Stellung der Mundwinkel, die Breite des Mundes, die Sichtbarkeit der Zähne und die Symmetrie der Mundhälften.

Mehr als 800 Probanden wurden gebeten, die Wirkung dieser Variationen zu beurteilen, um das erfolgreichste Lachen zu identifizieren. Die Probanden sollten angeben, wie der jeweilige Gesichtsausdruck auf sie wirkte und für wie wirkungsvoll, echt und einnehmend sie das jeweilige Lachen hielten. Dabei förderten die Forscher einige interessante Ergebnisse zu Tage.

So zeigte sich, dass entgegen einer weit verbreiteten Annahme das breiteste Lachen nicht unbedingt das erfolgreichste sein muss. Vielmehr spielen hier auch die Stellung der Mundwinkel und die Sichtbarkeit der Zähne ein wichtige Rolle. Ein schmales Lächeln kann deshalb durchaus mehr bewirken als ein breites Lachen. Das gilt allerdings nur, wenn dabei keine Zähne sichtbar werden. Von sichtbaren Zähnen profitiert nur ein breites Lachen. Bei einem schmalen Lächeln können Zähne dagegen den Eindruck von Ängstlichkeit erzeugen.

Entgegen einer weiteren, häufig anzutreffenden Annahme ist auch eine perfekte Symmetrie beim Lachen eher ab- als zuträglich. Kleine Symmetrieunterschiede scheinen nämlich zum Eindruck der Echtheit und damit zum Erfolg eines Lachens beizutragen.

Für Gesichtschirurgen und Computeranimateure dürften diese Ergebnisse sicherlich von Interesse sein, wenn es darum geht, ihren Patienten oder programmierten Geschöpfen (wieder) zu einem erfolgreichen Lachen zu verhelfen. Als Anleitung, um vor dem Badezimmerspiegel sein Lachen zu optimieren, eignen sie sich freilich nicht. Denn: Wir können unsere Gesichtszüge beim Lachen nur schwer kontrollieren.

Ein natürliches Lachen ist schwer zu schlagen, oder?

Ein natürliches Lachen ist schwer zu schlagen, oder?

Als Headshot Fotograf fordere ich meine Kunden deshalb auch nicht zum Lachen auf. Das funktioniert nicht. Und so sehr ich mich durch die Ergebnisse der hier vorgestellten Studie in meiner Bewertung von Gesichtsausdrücken bestärkt fühle, Sätze wie „Ein wenig breiter lachen!“, „Mehr Zähne!“ oder „Ein wenig mehr Asymmetrie!“ werde ich auch in Zukunft nicht in mein Coaching einbauen. Um meinen Kunden ein „erfolgreiches Lachen“ ins Gesicht zu zaubern, habe ich andere und bessere Methoden.

Die hier zitierte Studie ist unter https://doi.org/10.1371/journal.pone.0179708 zu finden.

Headshots für den neuen Internetauftritt

Vor kurzem durfte ich Lisa Svensson im Studio begrüßen. Lisa, die eine Praxis für Coaching und Therapie in München-Schwabing betreibt, benötigte Headshots für ihren neuen Internetauftritt. Die Bilder sollten sich in das moderne und klare Design ihres neuen Auftritts einfügen und sie in ihrer Persönlichkeit als Coach und Therapeutin greifbar machen.

Lisa gehört zu jenen Menschen, die sofort eine Verbindung zu ihrem Gegenüber herstellen und dadurch ein Gefühl der Vertrautheit erzeugen. Als Fotograf ist das normalerweise meine Aufgabe. In diesem Fall war für mich ein wichtiger Teil der Arbeit schon getan, noch ehe sie richtig los ging.

Lisa gibt einem aber nicht nur das Gefühl, dass man sie schon länger kennt, sie versprüht auch eine erfrischende Lebendigkeit, ohne dabei hektisch oder chaotisch zu wirken – eine Mischung aus Fels und Brandung. Vielleicht liegt das an der Kombination ihrer schwedischen Herkunft und ihrer buddhistischen Ausbildung. Sicher ist, dass ihre Patienten von diesen Eigenschaften profitieren können, weshalb sie sich in den Portraits widerspiegeln sollten. Ich denke, das ist uns gelungen.

Nochmals herzlichen Dank für die tolle Zusammenarbeit!

Mehr zu Lisa und ihrer Arbeit als Coach und Therapeutin finden Sie unter:

https://www.coaching-therapie-muenchen.de/

Du hast keine Zehntelsekunde, um einen guten Eindruck zu machen

Wir haben vermutlich alle einmal gelernt, dass wir nicht voreilig über unsere Mitmenschen urteilen sollen und schon gar nicht aufgrund von Äußerlichkeiten. Doch egal wie sehr wir das befürworten, unser Gehirn funktioniert offenbar anders. Psychologen an der Princeton University haben jedenfalls gezeigt, dass unser Gehirn in weniger als einer Zehntelsekunde darüber entscheidet, ob wir jemanden für attraktiv, kompetent und sympathisch halten. Diese Zeitspanne ist so kurz, dass für rationales Abwägen keine Zeit bleibt.

In ihrem Versuch haben die Wissenschaftler ihren Testpersonen Portraitbilder von unbekannten Personen für verschieden kurze Zeitspannen gezeigt und um eine Bewertung gebeten. Gefragt wurde nach Eigenschaften wie Vertrauenswürdigkeit, Attraktivität, Kompetenz etc. Dabei zeigte sich, dass die Testpersonen auch bei zunehmender Betrachtungszeit im wesentlichen an ihrem einmal gefällten Urteil festhielten. Was sich änderte war lediglich das Vertrauen in das eigene Urteil, das mit der Betrachtungszeit zunahm.

Die Psychologen vermuten, dass es sich hier um einen entwicklungsgeschichtlich relativ alten Mechanismus handelt, der in Gehirnarealen abläuft, die z.B. auch für Angstreaktionen zuständig sind (mehr zu der Studie auf der Seite Homepage der Princeton University.)

Die physiologischen Grundlagen dieses Verhaltens müssen uns hier nicht interessieren. Du solltest aber auf keinen Fall darauf vertrauen, dass sich Besucher deines Social Media Profils oder deiner Website allzu lange mit dem Studium deines Profilfotos oder Businessportraits aufhalten, um sich ein Urteil über dich zu bilden. Riskiere deshalb nicht, den ersten Eindruck zu vermasseln und setze auf einen professionellen Headshot, der auf Anhieb überzeugt. Am besten, du sicherst dir gleich einen Termin für deine Headshot Session.

Dos and Don'ts bei der Vorbereitung auf deine Portraitsession

Du benötigst einen neuen Headshot, hast vielleicht schon einen Termin mit deinem Fotografen vereinbart, und überlegst nun, wie du dich am besten auf deine Portraitsession vorbereiten kannst? Dann habe ich hier 6 Tipps, mit denen du zum Erfolg deiner Headshot & Portraitsession beitragen kannst.

1. Mache dir rechtzeitig Gedanken darüber, was du zu deinem Fototermin anziehen möchtest!

Vermutlich hast du es schon selbst erlebt, dass du ein Kleidungsstück für einen bestimmten Anlass eingeplant hattest, um dann feststellen zu müssen, dass das Stück nicht im Schrank, sondern im Wäschekorb lag. Das sollte dir bei deiner Portraitsession nicht passieren. Denn bei allem, was es sonst noch bei der Kleidungswahl zu beachten gilt: Du solltest dich in deiner Kleidung wohl fühlen!

2. Komme ausgeruht zu deinem Fototermin!

Augenringe kann dein Fotograf zwar durch Lichtsetzung und Retusche wegzaubern. Wenn du gegen deine Müdigkeit ankämpfen musst, wird es aber auch dem erfahrensten Fotografen schwer fallen, dir einen natürlich wirkenden Gesichtsausdruck zu entlocken, der neben Selbstbewusstsein und Aufgeschlossenheit auch mit einer überzeugenden Präsens punktet.

3. Bringe dich in eine positive Stimmung!

Vielleicht hörst du dir dazu deine Lieblingsmusik an, versuchst es mit ein wenig Autosuggestion (Stelle dir vor, du hast den Job schon, den du möchtest!) oder trink – wir sind hier in München – einen Schluck (!) Prosecco. Da hat jeder seine eigenen Techniken. Aber egal, wie du dich in eine positive Stimmung versetzt, deine Headshots werden davon profitieren.

4. Lege deinen Friseurtermin nicht in die Woche vor deinem Fototermin.

Ein guter Haarschnitt trägt natürlich zu einem guten Headshot bei. Oft dauert es aber ein paar Tage, bis man mit dem Styling der neuen Frisur zurecht kommt. Zudem werden bei kurzen Haaren häufig helle Hautpartien am Ansatz sichtbar. In beiden Fällen sieht man aus, als ob man gerade vom Friseur kommt...

5. Setz dich in den Tagen vor deinem Fototermin nicht zu intensiver Sonne aus!

Das solltest du aus gesundheitlichen Gründen natürlich grundsätzlich machen, ganz besonders aber vor deiner Headshot & Portraitsession, um unnötige Hautrötungen oder anderweitige Hautirritationen zu vermeiden. Mache lieber alles, was deiner Haut gut tut, trink vor allem ausreichend Wasser!

6. Überhäufe den Tag deiner Headshot & Portraitsession nicht mit Terminen und denk an Zeitpuffer vor und nach deiner Session!

Es liegt zwar nahe, seinen Fototermin auf einen Tag zu legen, an dem man ohnehin eine ganze Reihe von Dingen erledigen möchte. In gehetzter Stimmung solltest du aber nicht zu deinem Fototermin erscheinen (siehe 3.). Außerdem wird dich dein Fotograf erst entlassen, wenn ihr beide mit dem Ergebnis der Session wirklich zufrieden seid. Zumindest halte ich das so.

Du hast noch gar keinen Termin für eine Headshot Session? Dann solltest du dir jetzt einen Termin sichern, um unnötige Enttäuschungen zu vermeiden.

Headshot, TippsThomas Wieland
Die 5 schlechtesten Ausreden, um sich vor einem neuen Profilbild zu drücken

Wenn es um ein neues Profilfoto und den Gang zum Fotografen geht, sind die meisten von uns um eine Ausrede nicht verlegen. Deine sollte zumindest besser sein als diese fünf, die ich am häufigsten höre.

1. Ich bin nicht auf Jobsuche.

Prima, das ist der perfekte Zeitpunkt für ein neues Profilbild! Zum einen kannst du dein Social Media Profil natürlich zu mehr nutzen als zur Jobsuche. Zum anderen solltest du mit deinem neuen Profilbild auf keinen Fall warten, bis du es für eine Bewerbung unbedingt benötigst. Denn dann bist du in der Regel mit deinem momentanen Job unzufrieden oder hast ihn bereits verloren. In beiden Fällen ist es nicht einfach, vor der Kamera selbstbewusst und aufgeschlossen zu agieren. Das ist ganz anders, wenn du dich in deinem Job wohl fühlst und dir keine Sorgen um deine berufliche Zukunft machen musst.

2. Am Bild wird meine Bewerbung nicht scheitern.

Da liegst du leider falsch. Für eine erfolgreiche Bewerbung benötigt man zwar mehr als ein überzeugendes Bewerbungsfoto oder Profilbild im Internet. Eine Studie des Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn zeigt aber, dass Bewerber mit ausdrucksstarken Profilbildern um 40% häufiger zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden als Bewerber mit einem unzulänglichen Profilbild. Die Studie zeigt auch, dass praktisch alle Personaler im Internet nach den Profilen der Bewerber suchen (mehr dazu findest du in meine Blogpost "Ein erstklassiges Profilbild vergrößert deine Chancen bei der Bewerbung"). Dein Profilbild kann also sehr wohl Grund für das Scheitern deiner Bewerbung sein.

3. Ich bin nicht fotogen.

Das ist der Satz, den Portraitfotografen wohl am häufigsten hören. Als jemand, der erfolgreich ein Biologiestudium absolviert hat, kann ich dir versichern, dass "vor der Kamera gut aussehen" nicht zu unseren angeborenen Eigenschaften gehört. Vielmehr ist es die Aufgabe des Fotografen durch Licht- und Kameraführung sowie geeignetes Coaching, seine Kunden attraktiv, selbstbewusst und aufgeschlossen zu zeigen. 

4. Ich will erst noch etwas abnehmen.

Ja, das wollen viele von uns. Die brutale Wahrheit ist aber, dass die Wunschfigur weder einfach noch schnell zu haben ist. Und das wird mit zunehmendem Alter leider auch nicht besser. Nun will ich nicht deine Diät- oder Fitnesspläne in Frage stellen. Deren Erfüllung sollte jedoch nicht Voraussetzung für ein neues Profilbild sein, denn sonst läufst du Gefahr, dass es mit dem neuen Bild in absehbarer Zeit nichts wird. Und schlimmer als ein Profilbild, auf dem man nicht seine Wunschfigur hat, ist ein Profilbild, das nur noch wenig Ähnlichkeit mit der abgebildeten Person besitzt. Im übrigen sei auf Punkt 3 verwiesen.

5. In meinem Beruf spielen Äußerlichkeiten keine Rolle.

Echt jetzt? Die Soziologen erklären uns nämlich, dass Gruppenzugehörigkeit in hohem Maße über Äußerlichkeiten wie Kleidung, Frisur, etc. zum Ausdruck gebracht wird. Da gibt es zwischen Architekten, Bankern, Informatikern oder auch Geisteswissenschaftlern zwar Unterschiede. Wenn man dazu gehören will, sollte man jedoch nicht zu weit von den Codes seiner Gruppe abweichen. Und ein professioneller Headshot wird diese Gruppenzugehörigkeit widerspiegeln. Ansonsten signalisiert er aber vor allem, dass du es mit deiner Karriere ernst meinst und deshalb auch bereit bist, Zeit und Geld zu investieren.

Hast du eine bessere Ausrede als diese 5? Wenn nicht, dann sollte dem Gang zum Fotografen nichts mehr im Weg stehen. Am besten vereinbarst du gleich einen Termin bei deinem Headshot & Portraitfotografen in München.

Profilbild, TippsThomas Wieland
5 gute Gründe, die gegen ein neues Profilbild sprechen

Bist du unsicher, ob es an der Zeit ist, dein Profilbild zu erneuern und hast du ohnehin keine Lust, zum Fotografen zu gehen? Dann kann ich dir 5 gute Gründe nennen, die gegen ein neues Profilbild sprechen.

1. Du blickst auf eine erfolgreiche Karriere zurück und willst dich demnächst in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden, den du mit Familie und Freunden genießen wirst? Die wissen so oder so, mit wem sie es zu tun haben!

2. Du liebst den verzweifelten Blick, den du auslöst, wenn du einen deiner Kontakte aus dem Sozialen Netzwerk das erste Mal triffst, weil der vergeblich versucht, dein Profilbild mit deiner Person in Verbindung zu bringen? Auf diesen Spaß solltest du auf keinen Fall verzichten!

3. Du bist davon überzeugt, dass Kontakte nur face-to-face geknüpft werden können und Soziale Netzwerke ein vorübergehender Hype sind, den du locker aussitzen kannst? In der Tat, man muss nicht jede Modeerscheinung mitmachen!

4. Du hasst jegliche Art der Veränderung, egal ob beruflich oder privat, und willst das auch deutlich nach außen sichtbar machen? Ein neues Profilbild wäre hier das völlig  falsche Signal!

5. Du bist ein Misanthrop und dein Profilbild, hat sich bestens darin bewährt, Menschen davon abzuhalten, mit dir Kontakt aufzunehmen? Hier gilt: Never touch a running system!

Sollte einer dieser Punkte zutreffen, kannst du dich entspannt zurücklehnen. Wenn das nicht der Fall ist, dann solltest du über eine neues Profilbild nachdenken. Am besten vereinbarst du gleich einen Termin bei deinem Headshot & Portraitfotografen!

Profilbild, TippsThomas Wieland
Wissenschaftliche Studie zeigt: Profilbilder hinterlassen bei Betrachtern einen bleibenden Eindruck

Jeder kennt die Redensart: “Der erste Eindruck zählt.” Dass das tatsächlich so ist, haben Psychologen der US-amerikanischen Cornell University kürzlich in einer wissenschaftlichen Studie gezeigt. Demnach beeinflusst der Eindruck, den ein Portraitbild von einer unbekannten Person auf uns macht, wie wir diese Person beurteilen, wenn wir sie später – auch erst nach einigen Monaten – persönlich kennenlernen. Dabei spielt es offenbar auch keine Rolle, ob wir uns an das Portraitbild der Person noch erinnern können oder nicht.

Wir mögen die große Bedeutung des ersten Eindrucks bedauern und uns wünschen, dass wir von anderen erst beurteilt werden, nachdem sie uns näher kennengelernt haben. Die menschliche Psyche scheint jedoch anders zu funktionieren. Rechne also besser damit, dass dein Profilbild im Sozialen Netzwerk, egal ob XING, LinkedIn oder auch Facebook, dein Bewerbungsfoto oder dein Businessportrait einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Vielleicht ist es ja Zeit für einen neuen Headshot? Dann melde dich bei deinem Headshot & Portraitfotografen in München.

Mehr zu der von mir erwähnten Studie findest du unter folgendem Link:

http://www.cbc.ca/news/technology/online-profile-pic-first-impression-1.3904030

Thomas Wieland
Peter Hurley Associate Photographer

Was für ein großartiger Jahresausklang! Peter Hurley hat mich zu seinem Associate Photographer ernannt. Peter, der sein Studio in New York hat, gilt nicht nur als einer der besten Headshot-Fotografen, die auf unserem Planeten wandeln, sondern er ist auch ein begnadeter Lehrer. Ihm und meinem Mentor Bruno Kongawoin verdanke ich einen Großteil meines Wissens über Headshots, wie die Imageportraits, auf die ich mich spezialisiert habe, im englischen Sprachraum heißen. Damit gehöre ich jetzt zu einer von Peter handverlesenen Gruppe von Fotografen. Aber was mir noch wichtiger ist: Peters Anerkennung meiner Arbeit ist Bestätigung dafür, dass ich meinen Kundinnen und Kunden Imageportraits auf höchstem, internationalem Niveau liefere. SHABANG!

Peter macht mich zu seinem Associate Photographer

Peter macht mich zu seinem Associate Photographer