Die 5 schlechtesten Ausreden, um sich vor einem neuen Profilbild zu drücken

Wenn es um ein neues Profilfoto und den Gang zum Fotografen geht, sind die meisten von uns um eine Ausrede nicht verlegen. Deine sollte zumindest besser sein als diese fünf, die ich am häufigsten höre.

1. Ich bin nicht auf Jobsuche.

Prima, das ist der perfekte Zeitpunkt für ein neues Profilbild! Zum einen kannst du dein Social Media Profil natürlich zu mehr nutzen als zur Jobsuche. Zum anderen solltest du mit deinem neuen Profilbild auf keinen Fall warten, bis du es für eine Bewerbung unbedingt benötigst. Denn dann bist du in der Regel mit deinem momentanen Job unzufrieden oder hast ihn bereits verloren. In beiden Fällen ist es nicht einfach, vor der Kamera selbstbewusst und aufgeschlossen zu agieren. Das ist ganz anders, wenn du dich in deinem Job wohl fühlst und dir keine Sorgen um deine berufliche Zukunft machen musst.

2. Am Bild wird meine Bewerbung nicht scheitern.

Da liegst du leider falsch. Für eine erfolgreiche Bewerbung benötigt man zwar mehr als ein überzeugendes Bewerbungsfoto oder Profilbild im Internet. Eine Studie des Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn zeigt aber, dass Bewerber mit ausdrucksstarken Profilbildern um 40% häufiger zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden als Bewerber mit einem unzulänglichen Profilbild. Die Studie zeigt auch, dass praktisch alle Personaler im Internet nach den Profilen der Bewerber suchen (mehr dazu findest du in meine Blogpost "Ein erstklassiges Profilbild vergrößert deine Chancen bei der Bewerbung"). Dein Profilbild kann also sehr wohl Grund für das Scheitern deiner Bewerbung sein.

3. Ich bin nicht fotogen.

Das ist der Satz, den Portraitfotografen wohl am häufigsten hören. Als jemand, der erfolgreich ein Biologiestudium absolviert hat, kann ich dir versichern, dass "vor der Kamera gut aussehen" nicht zu unseren angeborenen Eigenschaften gehört. Vielmehr ist es die Aufgabe des Fotografen durch Licht- und Kameraführung sowie geeignetes Coaching, seine Kunden attraktiv, selbstbewusst und aufgeschlossen zu zeigen. 

4. Ich will erst noch etwas abnehmen.

Ja, das wollen viele von uns. Die brutale Wahrheit ist aber, dass die Wunschfigur weder einfach noch schnell zu haben ist. Und das wird mit zunehmendem Alter leider auch nicht besser. Nun will ich nicht deine Diät- oder Fitnesspläne in Frage stellen. Deren Erfüllung sollte jedoch nicht Voraussetzung für ein neues Profilbild sein, denn sonst läufst du Gefahr, dass es mit dem neuen Bild in absehbarer Zeit nichts wird. Und schlimmer als ein Profilbild, auf dem man nicht seine Wunschfigur hat, ist ein Profilbild, das nur noch wenig Ähnlichkeit mit der abgebildeten Person besitzt. Im übrigen sei auf Punkt 3 verwiesen.

5. In meinem Beruf spielen Äußerlichkeiten keine Rolle.

Echt jetzt? Die Soziologen erklären uns nämlich, dass Gruppenzugehörigkeit in hohem Maße über Äußerlichkeiten wie Kleidung, Frisur, etc. zum Ausdruck gebracht wird. Da gibt es zwischen Architekten, Bankern, Informatikern oder auch Geisteswissenschaftlern zwar Unterschiede. Wenn man dazu gehören will, sollte man jedoch nicht zu weit von den Codes seiner Gruppe abweichen. Und ein professioneller Headshot wird diese Gruppenzugehörigkeit widerspiegeln. Ansonsten signalisiert er aber vor allem, dass du es mit deiner Karriere ernst meinst und deshalb auch bereit bist, Zeit und Geld zu investieren.

Hast du eine bessere Ausrede als diese 5? Wenn nicht, dann sollte dem Gang zum Fotografen nichts mehr im Weg stehen. Am besten vereinbarst du gleich einen Termin bei deinem Headshot & Portraitfotografen in München.

Profilbild, TippsThomas Wieland