Farbe oder Schwarz-Weiß? Was ist besser?
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Neulich bin ich wieder einmal gefragt worden, warum meine Headshots alle farbig sind. Portraits in Schwarz-Weiß sähen doch auch ganz schick aus.

Warum sollte also das Businessportrait auf der Webseite, das Profilbild auf Linkedin und Xing oder das Bewerbungsfoto auf dem Lebenslauf nicht schwarz-weiß sein sein?

Dafür gibt es einen guten Grund!

Egal ob als Businessportrait, Profilbild oder auch Bewerbungsfoto, dein Headshot ist oft der erste Eindruck, den sich andere Menschen von dir machen. Dein Headshot soll Vertrauen wecken, eine Verbindung herstellen, eine face-to-face Begegnung ersetzen, kurz: Nähe schaffen.

Und genau darin ist das farbige Bild seinem schwarz-weißen Pendant überlegen.

Medizinische Probleme außer Acht gelassen leben wir in einer farbigen Welt. Das gilt in der Regel auch, wenn sie uns medial vermittelt wird, wenn wir den Fernseher anmachen oder eine Zeitschrift aufschlagen. Deshalb ist ein Schwarz-Weiß-Foto immer eine Abstraktion von unserer farbigen Welt. Und wie jede Abstraktion schafft sie Distanz und gerade keine Nähe.

Oder wie es der renommierte US-amerikanische Fotograf Joel Sternfeld, der Anfang der 1980er Jahre der Farbfotografie in der Kunstwelt zum Durchbruch verhalf, formulierte:

Black and white is abstract; color is not. Looking at a black and white photograph, you are already looking at a strange world.
— Joel Sternfeld. Photographer

Natürlich kann diese “strange world” faszinierend sein. Mir fallen zuhauf Fotografen und Fotografinnen ein, von deren Schwarz-Weiß-Portraits ich immer wieder begeistert bin. Aber das sind alles keine Portraits, die im Kontext von Branding, Casting und Business verwendet werden.

Für Businessportrait, Profilbild oder auch Bewerbungsfoto gilt also: Farbe ist besser als Schwarz-Weiß, weil sie Nähe zum Betrachter schafft.

Wenn ich mit meinem Portrait aus der täglichen Bilderflut, der wir täglich ausgesetzt sind, herausstechen will, dann mache ich das deshalb nicht durch den Verzicht auf Farbe, sondern durch einen Headshot, bei dem Lichtsetzung, Hintergrund, Styling, Körperhaltung und Gesichtsausdruck so zusammenkommen, dass sie die Bildaussage perfekt umsetzen.

Interview zum Thema "Headshots" mit Daniela Heggmaier

Vor kurzem hatte ich das große Vergnügen, von Autorin und PR-Mentorin Daniela Heggmaier interviewt zu werden. Natürlich ging es um Headshots und welche Bedeutung sie als Profil- und Bewerbungsfotos sowie Businessportraits haben. Nachlesen könnt ihr das Interview auf Daniela’s Blog, der das Thema Selbst-PR in den Blick nimmt. Zum Thema “Selbst-PR” hat Daniela auch ein gleichnamiges Buch geschrieben, das ich euch bereits vor einiger Zeit hier vorgestellt habe.

Viel Spaß beim Lesen!

Headshots für Life Coach Astrid Lohnes
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Auch wenn es wie ein Allgemeinplatz klingt: Das schöne an meinem Beruf ist, dass ich ständig neue Menschen kennenlerne. Darunter sind erstaunlich viele, die sich in der Mitte ihres Berufslebens entschieden haben, noch einmal etwas neues anzufangen.

Zu ihnen gehört Astrid Lohnes, der ich Headshots für den neuen Internetauftritt machen durfte.

Astrid ist Life Coach, d.h. sie hilft Menschen in Lebenskrisen, ihre Probleme zu lösen, damit sie dem Leben wieder mit Neugier, Vertrauen und Begeisterungsfähigkeit begegnen können. Astrid nennt das ihre Philosophie des living lightly.

Den Weg hin zu mehr Leichtigkeit im Leben hat Astrid in Asien entdeckt, wo sie viele Jahre als Coach für einen internationalen Konzern tätig war. In dieser Zeit setzte sie sich nicht nur intensiv mit der fremden Kultur auseinander, sondern machte auch – beruflich wie privat –  prägende Erfahrungen, die zu ihrer Entscheidung geführt haben, die “Geschäftswelt” zu verlassen und eine neues Lebenskapitel aufzuschlagen.

Ausgestattet mit einem reichen Erfahrungsschatz und den notwendigen Techniken, die sie von Lehrern auf der ganzen Welt gelernt hat, begann sie, Menschen in Lebenskrisen zu unterstützen, ihnen einen Weg zu mehr Leichtigkeit aufzuzeigen. Und genau das macht sie nach etlichen Jahren im Ausland nun in München.

Leichtigkeit ist auch der Begriff, der einem als erstes einfällt, wenn man Astrid kennenlernt. Leichtigkeit hat sie nämlich ganz, ganz viel und die überträgt sich deshalb unweigerlich auf ihr Gegenüber. Das ist aber nur die eine Seite. Denn bei aller Leichtigkeit steht Astrid fest auf dem Boden. Im Gespräch merkt man schnell, dass sie über reiche Lebenserfahrung verfügt und nicht einfach aus der Ruhe zu bringen ist.

Von diesen zwei Seiten profitieren ihre Klienten und deshalb sollten sie sich auch in den Headshots für ihren Internetauftritt widerspiegeln. Ich denke, dass ist uns gelungen.

Ich sage jedenfalls noch einmal herzlichen Dank für ein tolles Shooting (und einen genialen italienischen Zitronenkuchen).

Mehr zu Astrid und ihrer Tätigkeit findet ihr unter: https://astridlohnes.com

Wenn ihr auch Headshots für euren Internetauftritt benötigt, dann meldet euch einfach bei mir. Ich freue mich!

Buchtipp: Selbst-PR. Der goldene Weg zu mehr Sichtbarkeit und Erfolg von Daniela Heggmaier
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Als Headshot-Fotograf steht bei mir die Frage, wie man durch Selbst-PR die eigene Sichtbarkeit erhöht, weit oben auf der Agenda. Zum einen liefere ich meinen Kunden einen wichtigen Baustein für ihre Selbst-PR: das Portraitfoto. Zum anderen ist mir natürlich selbst an einer hohen Sichtbarkeit gelegen, um potentielle Kunden zu erreichen.

Meine Neugierde war deshalb sofort geweckt, als mir Daniela Heggmaier auf einer Netzwerkveranstaltung von ihrem Buch Selbst-PR. Der goldene Weg zu mehr Sichtbarkeit und Erfolg erzählte.

Um es gleich vorwegzunehmen: Seitdem ich selbständig bin, habe ich viele Bücher dazu gelesen, wie man sich am besten als Personenmarke aufstellt. Aus wenigen habe ich jedoch so viel gelernt wie aus diesem.

Ein Thema für alle Selbständigen und Führungskräfte

Daniela ist es ein großes Anliegen, auch jene für ihr Thema zu gewinnen, die einer Selbst-PR skeptisch gegenüberstehen. Denn: Wer sichtbar ist, hat es deutlich leichter, in Unternehmen eine neue Position zu bekommen oder das Vertrauen neuer Kunden zu gewinnen.

Oder wie es im Buch heißt (S. 13):

Wer sich im Hintergrund hält verliert Chancen an die, die sich in den Vordergrund spielen.

Ehe die Autorin auf das Wie der Selbst-PR zu sprechen kommt, geht sie deshalb ausführlich auf das Warum der Selbst-PR ein.

Dabei legt sie nicht nur anschaulich dar, welch hohe Relevanz das Thema für Selbständige und Führungskräfte besitzt, sondern räumt auch gründlich mit gängigen Vorurteilen auf - etwa der Gleichsetzung von Selbst-PR mit leerer Selbstinszenierung oder der Vorstellung, dass Sichtbarkeit heißt, sein Privatleben offen legen zu müssen.

Ein Werkzeugkasten für die Selbst-PR

Mit ihrem Buch will Daniela aber nicht nur für das Thema sensibilisieren. Vielmehr will sie ihren Lesern helfen, eine durchdachte Strategie für die Selbst-PR zu entwickeln. Denn nur wer strategisch an die Sache rangeht kann mitbestimmen, wie er in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.

Um ihren Anspruch der Praxisrelevanz einzulösen, offeriert Daniela ihren Lesern einen wohl sortierten Werkzeugkasten. Der enthält alles, was man benötigt, um seine Personenmarke zu entwickeln und erfolgreich in der Öffentlichkeit zu positionieren.

Der Bogen ist weit gespannt. Er reicht vom On- und Offline-Netzwerken über den Auftritt in Internet (Website, Blog, Newsletter etc.) und klassischen Medien bis hin zu Vorträgen auf Konferenzen und schließlich dem eigenen Buch.

Was mir ganz besonders gefällt

Es gibt viele Dinge, die Danielas Text auszeichnen, z.B. dass er unnötige Anglizismen vermeidet und in einem eingängigen Stil geschrieben ist. Ich will mich hier auf drei Aspekte beschränken, die mir ganz besonders gut gefallen.

  1. In der Flut von Ratgebern für Selbständige und Führungskräfte zeichnet sich das Buch zunächst dadurch aus, dass seine Autorin auf einen reichen Schatz eigener Erfahrungen zurückgreifen kann. Mit mehr als zwei Jahrzehnten im PR-Geschäft für große Firmen, Einzelunternehmer und seit etlichen Jahren auch in eigener Sache weiß Daniela, wovon sie spricht. Das merkt man auf jeder Seite ihres Buches.

  2. Doch obwohl Daniela über einen reichen Erfahrungsschatz verfügt, begnügt sie sich nicht mit der eigenen Expertise. Stattdessen lässt sie immer wieder andere Expertinnen zu Wort kommen, mit denen sie Interviews zu einzelnen Themenkomplexen geführt hat. So spricht sie z.B. mit Sophia von Rundstedt, der Geschäftsführerin der gleichnamigen Outplacementberatung, über die Bedeutung von Selbst-PR für die lebenslange Karriere oder mit Monika Scheddin, der Präsidentin des Woman’s Business Club, über das Thema Netzwerken. Das ergibt ein rundes Bild und macht die Lektüre äußerst kurzweilig.

  3. Und nicht zuletzt sind es die vielen konkreten Anleitungen und Hilfestellungen, die den Praxiswert von Danielas Text ausmachen, so dass die Entwicklung der eigenen PR-Strategie zu einer handhabbaren Aufgabe wird. So erfährt man im Abschnitt Pressearbeit z.B. nicht nur, dass Interviews eine gute Gelegenheit für die Selbst-PR sind. Man erfährt auch, wie man zu einem Interview mit den Medien kommt, wie diese üblicherweise ablaufen, wie man sich darauf vorbereitet und was man dabei unbedingt beachten sollte. Und eine 11-Punkte-Checkliste zur Vorbereitung gibt es obendrauf. Da bleibt keine Frage offen.

Fazit

Der Verlag bezeichnet Danielas Buch auf dem Schutzumschlag als Das Standardwerk zum Thema Selbst-PR. Das mag vielleicht etwas vorgegriffen sein. Das Potential, eines zu werden, hat das Buch aber auf jeden Fall.

Selbst-PR. Der goldene Weg zu mehr Sichtbarkeit und Erfolg von Daniela Heggmaier ist im Marie von Mallwitz Verlag als liebevoll ausgestattetes Hardcover erschienen, kostet 29,90 EUR, und kann direkt beim Verlag oder über den Buchhandel erworben werden.

Und wer mehr über Daniela Heggmaier erfahren möchte sei auf ihre Homepage unter https://danielaheggmaier.com/ verwiesen.

Branding, TippsThomas Wieland
Die 9 wichtigsten Einsatzmöglichkeiten für deinen Headshot
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Als ich anfing, Headshots zu machen, habe ich immer wieder mit der Bezeichnung dieses fotografischen Genres gehadert. Der Begriff “Headshot” ist im deutschen Sprachraum wenig bekannt und führt bei vielen, die ihn zum ersten Mal hören, zu einem Stirnrunzeln.

Deshalb habe ich mit anderen Begriffen experimentiert: Profilbild, Businessportrait, Bewerbungsfoto usw. Doch alle diese Begriffe waren mir letztlich viel zu eng gefasst, so dass ich bald wieder zu dem Begriff “Headshot” zurückgekehrt bin.

Natürlich kannst du deinen Headshot als Profilbild verwenden, aber eben auch als Businessportrait und ebenso als Bewerbungsfoto. Und damit sind seine Einsatzmöglichkeiten noch längst nicht erschöpft.

Denn ein Headshot kann überall dort verwendet werden, wo es darum geht, als Personal Brand aufzutreten und für sich und seine Leistungen zu werben. Er ist zentrales Element deiner Selbst-PR.

Wofür kannst du deinen Headshot alles verwenden?

Ich habe dir im Folgenden die 9 wichtigsten Einsatzmöglichkeiten zusammengestellt.

  1. Als Profilbild im Sozialen Netzwerk bestimmt dein Headshot den ersten Eindruck, den man sich von dir macht. Und für den gibt es bekanntlich keine zweite Chance.

  2. Als Bewerbungsfoto zeigt dich dein Headshot als Wunschkandidaten für deine Traumposition und setzt dich von gleich qualifizierten Mitbewerbern ab.

  3. Als Portraitfoto auf deiner Website gibt dein Headshot deinem Leistungsangebot ein Gesicht und schafft so Vertrauen bei potentiellen Kunden.

  4. Als Businessportrait – on- wie offline – unterstreicht dein Headshot deine Führungskompetenz, auf die Mitarbeiter, Kunden und Investoren setzen.

  5. Als Pressebild liefert dein Headshot den Medien einen visuellen Anker, ohne den ein Text nur schwer auskommt.

  6. Als Schauspielerportrait auf der Casting Card präsentiert dich dein Headshot als Idealbesetzung für die Rolle, die du unbedingt haben möchtest.

  7. Als Mitarbeiterfoto auf der Website deines Arbeitgebers stellt dich dein Headshot als Teil eines leistungsfähigen Teams vor, das Kunden ebenso wie Stellenbewerber für sich einnimmt.

  8. Als Autorenportrait auf dem Buchdeckel befriedigt dein Headshot die Neugier der Leser, die wissen wollen, wie der Urheber ihrer Lektüre aussieht.

  9. Und als Motivationsfoto an die Wand gepinnt oder auf den Schreibtisch gestellt erinnert dich dein Headshot daran, dass du der selbstbewusste, aufgeschlossene und gut aussehende Mensch bist, der seine Ziele erreichen wird!

Expertentipp: Damit du deinen Headshot auch tatsächlich so vielseitig einsetzen kannst, solltest du darauf achten, von deinem Fotografen die notwendigen Nutzungsrechte für deine Bilder zu erhalten. Mehr zu diesem Thema findest du in meinem Beitrag “WIE SIEHT ES MIT DEN NUTZUNGSRECHTEN AUS?

Wenn du jetzt auch ein so vielseitig einsetzbares Portrait von dir haben möchtest, dann melde dich bei mir. Uneingeschränkte Nutzungsrechte sind in meinen Paketen übrigens schon enthalten.

Euer Headshot & Portraitfotograf ist wieder da!
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Nach einem wunderschönen Familienurlaub in Nordamerika freue ich mich jetzt, wieder ins Studio zu gehen und für meine Kundinnen und Kunden Headshots zu fotografieren. Hoffentlich hattet ihr auch alle einen tollen Sommer und könnt euch ebenfalls auf eine Arbeit freuen, die euch wirklich Spaß macht.

Ich habe heute Fotoausrüstung und Arbeitsumfeld auf Vordermann gebracht, um morgen mit dem Fotografieren loslegen zu können. Das oben ist das Ergebnis eines Lichttests. Sieht gut aus. Ready to rock and roll!

Und weil ich das öfters gefragt werde: Der schwarze Balken in der rechten oberen Ecke ist einer meiner Lichtformer, die ich möglichst nah an meine Subjekte heranrücke. Dadurch wird das Licht weicher und der Lichtabfall stärker. Normalerweise entferne ich die bei der Retusche. Das Bild oben ist allerdings straight out of camera, d.h. ohne Nachbearbeitung, und deshalb seht ihr einen schwarzen Balken.

So oder so, wenn ihr einen Headshot möchtet, auf dem ihr selbstbewusst, aufgeschlossen und richtig gut ausseht, dann meldet euch und macht einen Termin aus! Ich freu mich, von euch zu hören!

Münchens Headshot und Portraitfotograf macht Urlaub
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Zeit für Urlaub! Ich tausche meine Studio- gegen meine Reisekamera und mache mich mit der Familie auf nach Nordamerika. Deshalb wird es schwer, mich zu erreichen. Das ist aber kein Grund, traurig zu sein. Denn ab 3. September bin ich schon wieder da und freue mich, euch selbstbewusst, aufgeschlossen und richtig gut aussehen zu lassen. Ab dann bin ich auch wieder zuverlässig auf allen Kanälen zu erreichen. Ich wünsche euch allen einen schönen Sommer!

Euer Thomas

5 gute Gründe, die gegen ein neues Profilbild sprechen

Bist du unsicher, ob es an der Zeit ist, dein Profilbild zu erneuern, und hast du ohnehin keine Lust, zum Fotografen zu gehen? Dann kann ich dir 5 gute Gründe nennen, die gegen einen neues Profilbild sprechen.

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1. Du blickst auf eine erfolgreiche Karriere zurück und willst dich demnächst in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden, den du mit Familie und Freunden genießen wirst? Die wissen so oder so, mit wem sie es zu tun haben!

2. Du liebst den verzweifelten Blick, den du auslöst, wenn du einen deiner Kontakte aus dem Sozialen Netzwerk das erste Mal triffst, weil der vergeblich versucht, dein Profilbild mit deiner Person in Verbindung zu bringen? Auf diesen Spaß solltest du auf keinen Fall verzichten!

3. Du bist davon überzeugt, dass Kontakte nur face-to-face geknüpft werden können und Soziale Netzwerke ein vorübergehender Hype sind, den du locker aussitzen kannst? In der Tat, in Deutschland sind es gerade mal 38 Mio. Menschen die Social Media aktiv nutzen–das ist noch nicht einmal die Hälfte der Bevölkerung!

4. Du hasst jegliche Art der Veränderung, egal ob beruflich oder privat, und willst das auch deutlich nach außen sichtbar machen? Ein neues Profilbild wäre hier das völlig  falsche Signal!

5. Du bist ein Misanthrop und dein Profilbild hat sich bestens darin bewährt, Menschen davon abzuhalten, mit dir Kontakt aufzunehmen? Hier gilt: Never touch a running system!

Sollte einer dieser Punkte zutreffen, kannst du dich entspannt zurücklehnen. Wenn das nicht der Fall ist, dann solltest du aber über eine neues Profilbild nachdenken. Am besten vereinbarst du gleich einen Termin bei deinem Headshot & Portraitfotografen!

Exklusiv für Männer: Beauty & Styling Tipps für Eure Headshot Session

Wer möchte auf seinen Headshots nicht gut aussehen? Niemand! Und so verwundert es auch nicht, dass Männer nach Beauty & Styling Tipps für ihre Photosession suchen. Das meiste, was sie dazu im Internet finden, beschränkt sich allerdings auf Kleidungsfragen. Weiterführende Ratschläge richten sich in der Regel an Frauen und bieten wenig, woran sich Männer orientieren können.

Um diesem Manko abzuhelfen, gebe ich hier – exklusiv für Männer – meine Beauty & Styling Tipps für eure nächste Headshot Session.

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Die Frage “Was soll ich anziehen?” habe ich bereits in einem früheren Blogbeitrag behandelt. Ich kann mich deshalb im Folgenden ganz auf Gesicht und Frisur konzentrieren. Wir beginnen mit dem Hauptproblem vieler Männer.

Das Hauptproblem: die Lippen

Trockene und spröde Lippen sehen generell nicht schön aus. Auf Headshots stechen sie aber ganz besonders ins Auge. Deswegen halte ich für meine Kunden Lippenbalsam, Vaseline und ähnliches bereit. Allerdings ist deren einmalige Anwendung vor dem Shooting ein Notlösung. Gepflegte Lippen bekommt ihr nur durch regelmäßigen Gebrauch geeigneter Produkte. Spätestens, wenn ihr den Shootingtermin im Kalender stehen habt, ist es deshalb an der Zeit, mit der täglichen Lippenpflege zu beginnen, um mit schönen Lippen vor die Kamera zu treten. (Und die Lippenpflege solltet ihr dann auch beibehalten.)

Hausmittel für gesunde und attraktive Gesichtshaut

Regelmäßige Pflege tut auch der Gesichtshaut gut. Wichtiger noch als einschlägige Pflegeprodukte sind für eine gesunde und attraktive Haut aber viel Schlaf, eine ausreichende Hydrierung und keine zu intensive Sonnenbestrahlung. Das läßt sich nicht immer alles durchhalten. In den Tagen vor eurer Headshot Session solltet ihr aber auf jeden Fall viel Wasser trinken, ein wenig früher ins Bett gehen und die pralle Sonne meiden. Was dann noch an Hautunreinheiten zu sehen ist, kann euer Fotograf leicht retuschieren. Ein spezielles Makeup ist nicht notwendig.

Und bei glänzender Haut?

Wenn, dann ist der Einsatz von Kosmetika bei zu feuchter bzw. zu fettiger Haut angebracht. Denn die Studioblitze werden in diesem Fall zu stark reflektiert, und das führt zu unschön glänzenden Hautpartien. Man(n) sieht verschwitzt aus. Die Lösung für dieses Problem ist allerdings nicht die Puderdose eurer Frau oder Freundin, sondern ein Anti-Glanz-Gel. Das gibt es von verschiedenen Herstellern. Ich habe einige Produkte ausprobiert und verwende im Studio nun das Anti-Shine Mattifying Gel von Peter Thomas Roth; nicht ganz billig, aber sehr wirksam und ebenso hautverträglich.

Frischer Haarschnitt! Aber nicht unmittelbar vor dem Shooting

Egal ob ihr das Haar kurz oder lang tragt, ein Besuch beim Friseur ist immer eine gute Idee. Allerdings solltet ihr zwischen Friseurtermin und Portraitshooting ein paar Tage verstreichen lassen. Zum einen braucht es manchmal, bis man mit dem frischen Schnitt zurecht kommt. Und zum anderen werden – insbesondere am Haaransatz – häufig Hautpartien sichtbar, die sonst nicht der Sonne ausgesetzt sind und deshalb deutlich heller als der Rest des Gesichts sind. Das sieht nicht schön aus.

Besser kein Wetlook

Das Problem zu heller Haut stellt sich auch, wenn ihr für euer Haar einen Wetlook bevorzugt. Helle Kopfhaut reflektiert das Studiolicht relativ stark und das kann dann dazu führen, dass euer Haar deutlich dünner aussieht, als es eigentlich ist. Deshalb ist es besser beim Fototermin auf den Wetlook zu verzichten und beim Styling gegebenenfalls Haarwachs zu verwenden, das diesen Effekt vermeidet.

Alles in allem sind es gar nicht so viele Dinge, die ihr beachten müsst, um auf euren Fotos richtig gut auszusehen. Aber die wenigen machen einen großen Unterschied.

Und wenn ihr jetzt einen Headshot möchtet, auf dem ihr richtig gut ausseht, dann vereinbart am besten gleich einen Termin mit eurem Headshot und Portraitfotografen in München.

Pressefoto? Brauch ich nicht. Oder vielleicht doch?

Man liest Zeitungen und Zeitschriften ja immer durch die Brille der eigenen Profession. Der Blick fällt dann unweigerlich auf die Dinge, die einen beruflich am meisten beschäftigen. Bei mir sind das Headshots bzw. die Art und Weise, wie Menschen mit ihren Portraitfotos für sich und ihre Sache werben.

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Was mir da immer wieder ins Auge springt sind die Fotos, die man am Ende von Gastbeiträgen oder Interviews findet und die den Bildnachweis “privat” tragen. Genau! Ich meine diese leicht unscharfen, über- oder unterbelichteten Portraits, denen man sofort ansieht, dass sie nicht für die Öffentlichkeit gedacht waren.

Ihre Aufgabe ist es eigentlich, der Expertin bzw. dem Experten hinter den Worten ein Gesicht zu geben und Vertrauen in ihre bzw. seine Kompetenz zu schaffen. Tatsächlich erzeugen diese Aufnahmen in ihrer Unzulänglichkeit aber nur den Eindruck mangelnder Professionalität und unterlaufen damit eben jenen Expertenstatus, den sie eigentlich stützen sollen.

Schon klar: Bei den Presseleuten muss immer alles ganz schnell gehen und da bleibt dann nicht die Zeit, noch zum Fotografen zu gehen, um ein professionelles Portrait machen zu lassen. Da muss als Pressefoto dann herhalten, was gerade auf der Festplatte zu finden ist. Man rechnet doch auch nicht damit, dass einen die Presse um einen Beitrag oder ein Interview zu seinem Spezialthema bittet.

Und genau hier liegt das Problem. Denn dieses “Zu was brauch ich ein Pressefoto? Mich fragt doch eh niemand!”, das in der Verwendung der “Privataufnahmen” mitschwingt, signalisiert, dass man das eigene Expertenwissen nicht wirklich ernst nimmt. Aber wie kann man dann von anderen erwarten, dass sie das tun?

Dabei ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Presse einen nach seiner Expertenmeinung fragt und im Nachgang dann auch um ein Portraitbild bittet, gar nicht so gering. Ich kenne zwar keine Zahlen, aber doch erstaunlich viele Menschen, deren Portraitfoto schon einmal unter einem Gastbeitrag oder Interview in einer Publikation zu finden war. Und so geht es anderen sicherlich auch. Der Bedarf an Sachauskunft ist schließlich riesig.

Die Hautärztin wird gefragt, wie man am besten Sonnenbrand vermeidet, der Fitnesstrainer, wie man am schnellsten eine Strandfigur bekommt, die Steuerberaterin, wann sich eine Ehe finanziell rechnet, der Karrierecoach, was in die Bewerbung rein muss, die Politologin, wie die Wahlen in Ungarn zu deuten sind, der Winzer, was man von der diesjährigen Ernte erwarten darf,... Die Liste läßt sich beliebig weiterführen.

Und es sind nicht nur die Zeitungen und Zeitschriften, die am Kiosk zu finden sind, in denen Expertenmeinung gefragt ist. Vielmehr gibt es eine geradezu unerschöpfliche Zahl an Firmen-, Branchen-, und Vereinszeitschriften; von den diversen Plattformen im Internet will ich hier gar nicht sprechen.

Wenn man von der Presse um einen Beitrag oder ein Interview gebeten wird, ist das natürlich eine prima Gelegenheit, mit seiner Sachkenntnis zu punkten. Es ist aber auch eine Möglichkeit, für die eigene Marke zu werben und z.B. neue Kunden zu gewinnen. Da ist aber mehr als Sachkenntnis gefragt.

Der Hautarzt soll sich ja nicht nur mit Sonnenbrand auskennen, sondern auch sympathisch wirken, so dass man sich ihm anvertrauen möchte; von der Steuerberaterin wird nicht nur profunde Kenntnis des Steuerrechts erwartet, sondern sie soll auch den Eindruck machen, dass sie die Interessen ihrer Klienten gegenüber dem Finanzamt durchsetzen kann; usw. usw. Und diese “Zusatzqualifikationen” lassen sich über ein entsprechendes Portraitfoto vermitteln.

Auch wenn man nicht ständig in der medialen Öffentlichkeit präsent ist, macht es also Sinn, ein Pressefoto parat zu haben, das für die eigene Person bzw. Marke wirbt.

Dreh- und Angelpunkt sind dabei nicht zuletzt die Nutzungsrechte. Denn die Bildaussage und die stilistische Umsetzung des Pressefotos kann durchaus dem Profilbild im Sozialen Netzwerk oder dem Businessportrait auf der eigenen Webseite entsprechen. Deren Verwendung als Pressefoto muss allerdings von den mit erworbenen Nutzungsrechten abgedeckt sein. Sonst kann es Schwierigkeiten mit dem Urheber geben. (Mehr zu diesem Thema in meinem Blogbeitrag: Wie sieht es mit den Nutzungsrechten aus?)

Anders formuliert: Eigentlich benötigt man kein spezielles Pressefoto, sondern eine professionelle Portraitaufnahme bzw. einen professionellen Headshot, den man auf den verschiedenen Plattformen und eben auch als Pressefoto verwenden kann.

Das verhindert nicht nur, dass man im Fall der Presseanfrage auf eine unzulängliche “Privataufnahme” zurückgreifen muss, sondern hilft einem auch als Personenmarke wahrgenommen zu werden. Damit sind wir aber schon beim nächsten Thema.

Wenn ihr jetzt einen Headshot möchtet, den ihr auch als Pressefoto verwenden könnt, dann vereinbart am besten gleich einen Termin mit eurem Headshot und Portraitfotografen in München. Entsprechende Nutzungsrechte liefere ich mit.

Was soll ich anziehen? Meine 5 besten Kleidungstipps für eure nächste Headshot-Session

Zu den häufigsten Fragen, die mir Kundinnen und Kunden im Vorfeld ihrer Headshot-Session stellen, gehört die nach der richtigen Kleidung. Anders formuliert: Was soll ich anziehen?

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Bekanntlich machen Kleider Leute. Und obgleich man auf Headshots neben dem Kopf nur die Schulterpartie zu sehen bekommt, trägt die Kleidungswahl erheblich zur Bildaussage bei. Kleidung sendet immer eine Botschaft und sei es nur die, dass sich ihr Träger dieser Zeichenfunktion entziehen möchte.

Es macht also durchaus Sinn, vor seiner Headshot-Session seine Kleidungswahl eingehender zu durchdenken. Und um euch dabei zu helfen, habe ich hier meine 5 besten Kleidungstipps versammelt.

1. Stellt eure Kleidung RECHTZEITIG für euren Fototermin zusammen

Die Erfahrung lehrt, dass immer genau die Kleidungsstücke im Wäschekorb oder nicht auffindbar sind, die man unbedingt anziehen möchte. Das ist zumindest bei wichtigen Terminen so, und dazu gehört eure Headshot-Session. Also: Sucht eure favorisierten Stücke RECHTZEITIG zusammen und kontrolliert auch, ob die Salatsoße beim letzten Waschen rausgegangen ist und alle Knöpfe noch dort sind, wo sie hingehören. Das erspart unliebsame Überraschungen.

2. Vermeidet große Muster und zu grelle Farben

Viel leichter als die Frage, was ihr anziehen sollt, lässt sich die Frage beantworten, was ihr besser nicht anzieht–nämlich alles, was zu sehr von eurem Gesicht ablenkt. Dazu gehört Kleidung mit großen Mustern, Logos und Applikationen. Die Farben sollten nicht zu grell sein und der Hemdkragen farblich nicht abgesetzt, auch nicht innenseitig. Ansonsten gibt es weite Spielräume, die vor allem durch die Botschaft definiert werden, die ihr mit eurer Kleidung senden möchtet.

ZUSATZTIPP: Achtet darauf, dass eure Unterbekleidung weder im Kragen zu sehen ist noch durch eure Oberbekleidung durchscheint. Das wirkt nämlich wenig elegant.

3. Orientiert euch an den Dresscodes eurer Berufsgruppe

Wenn ihr unsicher seid, dann orientiert euch am besten am Dresscode eurer Berufsgruppe. Die Unternehmensberaterin kleidet sich in Kostüm oder Hosenanzug, die Fitnesstrainerin in Sportklamotten. Der Banker trägt Anzug und Krawatte, der Tänzer T-Shirt, Tanktop oder Hoodie. Wollt ihr einer Berufsgruppe zugerechnet werden, solltet ihr euch deshalb an deren Dresscode orientieren. Das gilt auch, wenn ihr noch gar nicht Teil dieser Berufsgruppe seid.

4. Bringt Alternativen zu eurer Headshot-Session mit

Auch wenn ihr ganz sicher seid, das richtige Kleidungsstück gefunden zu haben, bringt immer auch ein, zwei Alternativen zu eurer Headshot-Session mit. Denn was zu Hause vor dem Spiegel perfekt ausgesehen haben mag kann sich im Studio unter völlig anderen Bedingungen als unvorteilhaft erweisen. Tatsächlich sieht man manchmal erst auf dem Foto, sprich: Bildschirm, ob ein Kleidungsstück geeignet ist. Ein guter Fotograf wird euch hier beratend zur Seite stehen.

5. Wählt Kleidungsstücke, in denen ihr euch wirklich wohl fühlt

Bei allem Nachdenken über die richtige Kleidung für euren Fototermin solltet ihr nicht aus den Augen verlieren, dass ihr euch in eurer Kleidung wohl fühlen sollt. Das ist vielleicht sogar das Wichtigste. Denn wer sich in seiner Kleidung unwohl fühlt, sieht schnell verkleidet aus und erweckt den Eindruck, fehl am Platze zu sein. Darum noch einmal: Wählt Kleidungsstücke, in denen ihr euch wohl fühlt.

Und wenn ihr jetzt genau wisst, in welcher Kleidung ihr euch fotografieren lassen wollt, dann vereinbart am besten gleich einen Termin mit eurem Headshot und Portraitfotografen in München. Und bringt dann auch ein, zwei Alternativen mit.

Headshot, TippsThomas Wieland
Quer, hoch, quadratisch oder kreisförmig? In welchem Format sieht euer Headshot am besten aus?

XING, LinkedIn oder auch Facebook nehmen euch die Entscheidung ab. Für euer Profilbild ist dort ein Quadrat bzw. ein Kreis vorgesehen. Doch für welches Format sollt ihr euch entscheiden, wenn es keine Vorgaben gibt, z.B. auf eurer Webseite oder eurem Werbeflyer? In welchem Format sieht euer Headshot am besten aus?

Quer, hoch, quadratisch oder kreisförmig?

Quer, hoch, quadratisch oder kreisförmig?

Um Missverständnissen vorzubeugen: Wie bei allen Geschmacksfragen kann es hier keine alleingültige Antwort geben. Letztlich müsst ihr selbst entscheiden, welches Format euch am besten gefällt. Als überzeugter Anhänger des Querformats bei Headshots kann ich euch aber verraten, weshalb ich dieses Format verwende, und euch so vielleicht bei der eigenen Entscheidung helfen.

Zunächst ist das Querformat das Format des bewegten Bildes, egal ob Kino, Fernsehen oder YouTube. Wenn wir unsere Film- und Videostars sehen, dann sehen wir sie im Querformat. Und das gilt natürlich auch, wenn die Kamera ganz nah ranfährt und unsere Stars im Closeup zeigt. Diese Referenz schwingt immer mit, wenn wir Headshots im Querformat betrachten, und davon profitiert die abgebildete Person.

Das wird besonders deutlich, wenn wir an ein Portraitfoto im Hochformat denken. Was uns da als erstes einfällt, ist das Passfoto. Und dem fehlt nicht erst, seitdem es biometrischen Kriterien entsprechen muss, jegliche Ausstrahlung.

Das Querformat bietet sich aber nicht nur wegen seiner positiven Referenzen an, sondern auch weil es der abgebildeten Person Raum gibt, ohne sie deshalb klein zu machen.

Wie die Formatreihe oben zeigt, erlaubt eigentlich nur das Querformat, Gesichter bildfüllend in Szene zu setzen und trotzdem noch großzügig Raum rechts oder links neben der abgebildeten Person frei zu lassen. Dieser negative space gibt der portraitierten Person Raum zum “Atmen”. Die Person definiert hier den Raum und nicht umgekehrt. Das unterstützt einen souveränen Auftritt.

In den anderen Formaten lässt sich ein ähnlich großzügiger negative space nur dadurch erzeugen, dass man mit der Kamera zurücktritt, d.h. einen größeren Bildausschnitt wählt. Damit wird aber nicht nur das Gesicht, um dessen Ausdruck es in einem Headshot ja vor allem geht, im Vergleich zur Bildfläche kleiner. Man muss auch mehr Oberkörper zeigen, der unterhalb der Schulterpartie aber kaum zur Bildaussage beiträgt.

Der positive Effekt des negative space verliert sich übrigens, wenn das Bild deutlich breiter als hoch ist. Die abgebildete Person wirkt dann wieder vom Raum dominiert und damit schnell “verloren”. Für mich ist das der Grund, weshalb ich im Format 4x5 fotografiere und nicht im klassischen Vollformat (2x3).

Jenseits seiner unterstützenden Funktion für die Bildaussage hat es aber auch einen ganz praktischen Grund, warum ich das Querformat bei Headshots bevorzuge: Es lässt sich–wie das Beispiel oben zeigt–problemlos in andere Formate überführen, ohne dass das Ergebnis unprofessionell aussieht. Das ist bei anderen Formaten nicht der Fall, wie vermutlich schon jeder einmal erlebt hat, der zum Beispiel ein Portrait im Hochformat quadratisch zuschneiden wollte. Da bekommt man schnell einen floating head–einen vom Rumpf abgetrennten Kopf, der im Bild zu schweben scheint.

Also: Auch wer zu dem Ergebnis kommt, dass ihm z.B. das Hochformat am besten gefällt, ist besser damit bedient, vom Fotografen seinen Headshot im Querformat zu bekommen. Denn da sind die anderen Formate gleichsam enthalten.

Wenn ihr jetzt einen erstklassigen Headshot im Querformat möchtet, der euch selbstbewusst, aufgeschlossen und richtig gut aussehen läßt, dann vereinbart am besten gleich einen Termin mit eurem Headshot und Portraitfotografen in München. Ihr bekommt euren Headshot von mir übrigens immer auch im quadratischen Zuschnitt, damit ihr ihn gleich als Profilbild im Sozialen Netzwerk hochladen könnt.

Wissenschaftler raten, sich bei der Wahl des Profilbildes auf andere zu verlassen

Wenn es darum geht, ein Bild für sein Profil im Internet auszusuchen, sollte man die Wahl des am besten geeigneten Bildes besser anderen überlassen. Zu diesem Schluss kommt eine empirische Studie, die Psychologen um David White von der University of New South Wales Sydney in der Fachzeitschrift Cognitive Research: Principles and Implications publiziert haben.

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Die Wissenschaftler baten etwa 100 Studierende jeweils 12 unterschiedliche Portraitbilder von sich und einer unbekannten Person hinsichtlich ihrer jeweiligen Eignung als Profilbild für Facebook, ein Karrierenetzwerk (z.B. LinkedIn) und eine Datingsite (z.B. neu.de) zu bewerten. Außerdem sollten sie angeben, in welchem Ausmaß die Bilder den Eindruck von Attraktivität, Glaubwürdigkeit, Überlegenheit, Kompetenz und Vertrauen vermittelten.

Nachdem die Wissenschaftler die Ergebnisse mit einer weiteren Gruppe von Studierenden abgesichert und die Daten ausgewertet hatten, kamen sie zu einem interessanten Ergebnis: Wenn die Studierenden Bilder von Fremden hinsichtlich ihrer Eignung für eine bestimmte Plattform oder hinsichtlich des Eindrucks auf den Betrachter bewerten sollten, kamen sie zu einer ähnlichen Einschätzung wie die anderen Probanden. In dem Moment aber, in dem sie ihre eigenen Bilder beurteilen sollten, wich ihre Einschätzung von der Mehrheitsmeinung deutlich ab. Selbst- und Fremdbewertung gingen meßbar auseinander.

Anders formuliert: Die Bilder, mit denen sich die Studierenden selbst im Internet präsentiert wollten, unterschieden sich von den Bildern, die Fremde mehrheitlich für sie ausgewählt hätten. Ganz offensichtlich legen wir verschiedene Maßstäbe an, wenn wir Profilbilder von uns selbst und die von anderen beurteilen.

Das mag für den einen oder die andere nicht so überraschend sein, sollte uns aber dennoch zu denken geben. Denn unser Profilbild soll ja vor allem die ansprechen, mit denen wir uns anfreunden, für die wir arbeiten oder die wir als Kunden gewinnen wollen und nicht nur unserer Eitelkeit schmeicheln.

Also was tun? Die Auswahl des Profilbildes am besten Fremden überlassen?

Ganz soweit würde ich nicht gehen. Denn ein Profilbild, das man nicht mag, ist wie ein Kleidungsstück, in dem man sich nicht wohl fühlt. Beide sind nicht geeignet, das Vertrauen in sich selbst zu stärken. Und im Idealfall sollte ein Profilbild das eigene Selbstbewusstsein fördern und nicht hemmen. Du solltest dein Profilbild also mögen. Dein Lieblingsbild von dir muss es deshalb aber nicht sein. Wichtiger ist, dass es für seinen Verwendungskontext relevante Eigenschaften deiner Person vermittelt; in einem Karrierenetzwerk z.B. Kompetenz und Aufgeschlossenheit. Um sicher zu stellen, dass sich diese Eigenschaften auch tatsächlich in deinem Profilbild wiederfinden, solltest du dich deshalb bei der Bildauswahl von jemandem beraten lassen, der einen professionellen Blick mitbringt.

Das kann zum Beispiel die Karriereberaterin oder der Headshot Fotograf sein. Sie können dir bei der Auswahl der Bilder helfen und dir aufgrund ihrer Erfahrung sagen, warum welches Bild für welchen Verwendungskontext am besten geeignet ist. Auf diese Weise kannst du dich mit einem Profilbild im Internet präsentieren, das du nicht nur magst, sondern das auch tatsächlich für dich wirbt.

Die oben zitierte Studie findest du unter folgendem Link: https://doi.org/10.1186/s41235-017-0058-3

Und wenn du jetzt ein Profilbild möchtest, das dich selbstbewusst, aufgeschlossen und richtig gut aussehen lässt, dann vereinbare am besten gleich einen Termin mit deinem Headshot und Portraitfotografen in München. Ich berate dich selbstverständlich auch bei der Bildauswahl.

Warum fehlt da was vom Kopf?

Etliche Fotografen schneiden ihre Headshots so zu, dass ein Teil des Oberkopfes verloren geht. Ich bin da keine Ausnahme. Doch obwohl diese Praxis gar nicht so selten ist, besteht durchaus Erklärungsbedarf dafür, warum wir das machen. Anders formuliert: Warum fehlt da was vom Kopf?

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Wie alle gestalterischen Elemente soll bei einem Headshot auch die Wahl des Ausschnitts die Bildaussage unterstützen. Ziel ist es in der Regel, die portraitierte Person selbstbewusst (und aufgeschlossen) zu zeigen. Zunächst braucht es dazu natürlich einen entsprechenden Gesichtsausdruck, den es dann aber durch weitere Elemente zu betonen gilt.

Zu nennen ist etwa die Kameraposition, die nicht zu hoch gewählt sein sollte, damit der Betrachter nicht auf die portraitierte Person “herabschaut”. Wichtiger für unsere Ausgangsfrage ist aber, dass die Augen der portraitierten Person im oberen Bildbereich–etwa auf der oberen Drittellinie–liegen sollten, da das einen selbstbewussten Ausdruck unterstützt. Das ist hier gezeigt.

Die Augen liegen auf der oberen Drittellinie.

Die Augen liegen auf der oberen Drittellinie.

Der Effekt, den diese Positionierung der Augen hat, wird besonders deutlich, wenn man zum Vergleich ein Bild wählt, in dem die Augen näher zur Bildmitte platziert sind, wie ich das beim folgenden Beispiel im rechten Bild getan habe. Hier arbeitet die Wahl des Ausschnitts–mit tiefer positionierten Augen und leerem Raum über dem Kopf–dem selbstbewussten Gesichtsausdruck entgegen. 

Die höhere Positionierung der Augen im linken Bild unterstreicht den selbstbewussten Gesichtsausdruck. Die Positionierung im rechten Bild wirkt dem entgegen.

Die höhere Positionierung der Augen im linken Bild unterstreicht den selbstbewussten Gesichtsausdruck. Die Positionierung im rechten Bild wirkt dem entgegen.

Der angeschnittene Kopf ist also dadurch begründet, dass der Fotograf die Augen der portraitierten Person nahe der oberen Drittellinie platzieren möchte, um einen selbstbewussten Gesichtsausdruck zu betonen. Der Kopf wandert im Bild nach oben und damit ein Teil des Oberkopfes über den Bildrand hinaus.

Nun könnte man den Bildausschnitt natürlich auch einfach großzügiger wählen und mehr Brustpartie zeigen. Dadurch würden die Augen der portraitierten Person automatisch im oberen Bildbereich zu liegen kommen, ohne dass man deshalb den Oberkopf abschneiden muss.

Dagegen spricht allerdings, dass es bei Headshots um Gesicht und Gesichtsausdruck geht, die es prominent ins Bild zu rücken gilt. Und so wichtig es dabei ist, die Schulterpartie der abgebildeten Person zu zeigen, um über die Kleidung eine berufliche bzw. soziale Verortung zu ermöglichen (und einen körperlosen Kopf zu vermeiden), so wenig hat die Brustpartie einen zusätzlichen Informationswert, weshalb auf sie verzichtet werden sollte.

Letzteres gilt auch deshalb, weil Headshots meist in relativ kleinen Abmessungen verwendet werden. Man denke zum Beispiel an ihren Einsatz als Profilbild im sozialen Netzwerk. Wenn hier die Hälfte des Bildes für grauen Anzugstoff verschwendet wird, hat es der Betrachter schwer, etwas aus dem Gesicht der portraitierten Person herauszulesen. Deshalb ist es besser, ein wenig vom Oberkopf abzuschneiden als einen größeren Ausschnitt zu wählen, um die Augen im Bild nach oben zu bringen.

Wer jetzt glaubt, dass nur Headshot-Fotografen auf die Idee kommen können, Köpfe anzuschneiden, der sollte sich eine beliebige Zeitschrift vornehmen und aufmerksam die Portraits darin studieren. Ich war selbst überrascht, wie häufig dort ein Teil des Oberkopfes fehlt. Aber das fällt meist gar nicht auf, da unser Hirn offensichtlich die fehlende Kopfpartie problemlos mitdenkt–kein Grund also, sich über angeschnittene Köpfe zu sorgen.

Dennoch will ich nicht ohne den Hinweis schließen, dass es selbstredend auch Verwendungszwecke für Headshots gibt, bei denen ein “ganzer Kopf” die bessere Lösung ist. Für mich ist das ein Grund, immer mit "ganzem Kopf" zu fotografieren und meine Headshots erst am Ende der Nachbearbeitung zuzuschneiden. So kann ich meinen Kunden beide Optionen geben.

Ob mit oder ohne Oberkopf, wenn du einen erstklassigen Headshot möchtest, der dich selbstbewusst, aufgeschlossen und richtig gut aussehen läßt, dann vereinbare am besten gleich einen Termin mit deinem Headshot und Portraitfotografen in München.

Was ist der Unterschied zwischen einem Headshot und einem Portraitfoto?

Zu den Fragen, die mir als Headshot- und Portraitfotografen regelmäßig gestellt werden, gehört die nach dem Unterschied zwischen einem Headshot und einem Portraitfoto. Die Frage ist eigentlich nicht richtig gestellt, denn ein Headshot ist ein Portraitfoto. Aber das ist natürlich keine befriedigende Antwort, weil umgekehrt nicht jedes Portraitfoto auch ein Headshot ist. Also anders gefragt: Worin unterscheiden sich Headshots von anderen Produkten der Portraitfotografie?

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Häufig helfen bei derartigen Definitionsfragen formale Eingrenzungen, und das ist auch hier ein guter erster Schritt. Headshots zeichnen sich – der Begriff legt es nahe – dadurch aus, dass sie sich auf das Gesicht der abgebildeten Person konzentrieren und die Umgebung ausblenden. Kopf und Schulterpartie vor unscharfem oder neutralem Hintergrund sind deshalb fester Bestandteil der Bildsprache von Headshots. Doch das findet man natürlich auch bei vielen anderen Portraits, bei denen es sich trotzdem nicht um Headshots handelt.

Neben der formalen Dimension ist es deshalb sinnvoll, den Verwendungszweck von Headshots in den Blick zu nehmen, so dass man zu folgender Definition gelangt: Als Headshot, /ˈhedʃɑːt/, wird im englischen Sprachraum ein Portraitfoto bezeichnet, das das Erscheinungsbild einer Person – insbesondere ihr Gesicht – in realistischer Weise einfängt, um für Branding und Casting verwendet zu werden.

Branding und Casting werden hier sehr weit verstanden. Denn Headshots sind längst nicht mehr auf die Filmindustrie, in der sie als Marketingtool für Schauspieler aufgekommen sind, beschränkt. Sie werden ebenso als Businessportrait auf der Website verwendet wie als Profilbild im sozialen Netzwerk, als Bewerbungsfoto auf dem Lebenslauf oder als Autorenportrait auf dem Buchumschlag, um nur einige Beispiele zu nennen.

In allen diesen Fällen soll der Headshot für die abgebildete Person und ihre Fähigkeiten (bzw. ihr Leistungsangebot) werben. In den allermeisten Fällen heißt das, die abgebildete Person soll kompetent, aufgeschlossen und sympathisch wirken – kurz: den Betrachter für sich einnehmen. 

Natürlich gibt es auch Headshots, die andere Eigenschaften in den Vordergrund stellen, etwa wenn es um Schauspielerportraits geht, die ein bestimmtes Rollenprofil nahe legen sollen. Doch immer geht es darum, eine klare Botschaft im Sinne der abgebildeten Person zu transportieren. Nichts wäre schlimmer, als wenn der Betrachter eines Headshots ins Grübeln kommt, ob die darauf gezeigte Person den Aufgaben, die ihr gestellt werden, auch tatsächlich gewachsen ist.

Headshots lassen sich also als auf Kopf und Schulterpartie beschränkte Portraitfotos verstehen, die für die abgebildete Person werben sollen.

Wie verhält es sich dann mit anderen Bereichen der Portraitfotografie? Eine ähnlich griffige Formel läßt sich hier nicht angeben. Die Spielarten der Portraitfotografie sind zu vielfältig, um sie über einen Kamm zu scheren. Gemeinsam ist ihnen allerdings – und da sind Headshots miteingeschlossen – die Interaktion zwischen dem Fotografen und der zu portraitierenden Person, die ist die Voraussetzung eines jeden Portraits und macht für mich den besonderen Reiz der Portraitfotografie aus. Aber damit sind wir schon beim nächsten Thema.

Wenn du noch mehr zum Thema Headshot erfahren möchtest, empfehle ich dir meinen Blogbeitrag "WAS IST DENN BITTE EIN HEADSHOT?". Und wenn du nicht nur über Headshots lesen, sondern auch einen haben möchtest, dann vereinbare am besten gleich einen Termin bei deinem Headshot und Portraitfotografen in München.

Mit frischem Haarschnitt und neuem Headshot ins neue Jahr

Die Ferien sind vorbei und das neue Jahr nimmt zügig Fahrt auf. Für mich stand gestern zunächst allerdings der Besuch beim Friseur auf dem Programm, ehe es mit dem Fotografieren losging. Der Münchner im Allgemeinen und der Glockenbacher im Besonderen macht ja nichts lieber als zum Friseur zu gehen. Da bin ich keine Ausnahme, ist es doch kein Zufall, dass es hier im Viertel deutschlandweit – zumindest gefühlt – die höchste Dichte an Friseursalons gibt.

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Nichtsdestotrotz ist der Friseurbesuch zu Jahresbeginn etwas besonderes. Denn mit dem frischen Haarschnitt setzt man ja auch ein deutliches Zeichen, dass man sich vom Ballast des vergangenen Jahres endgültig getrennt hat, um nun mit viel Schwung und Energie die Ziele des neuen Jahres in Angriff zu nehmen. Und frischen Schub verleiht einem der frische Haarschnitt ohnehin, fühlt man sich doch gleich auf der Überholspur, wenn einem der Wind um die wieder freigelegten Ohren pfeift.

Das mag sich jetzt für den einen oder die andere wie capillar-philosophischer Unsinn anhören. Ich sehe mich freilich in meinen Überlegungen durch die Beobachtung bestärkt, dass die ohnehin stark frequentierten Friseure im Viertel dieser Tage geradezu gestürmt werden. Ganz offensichtlich wissen auch meine Mitmenschen um die Bedeutung eines frischen Haarschnitts fürs neue Jahr, womit wir nahtlos beim Thema “Headshot” angekommen wären.

Denn ebenso wie der frische Haarschnitt signalisiert auch der neue Headshot – als Profilbild im Sozialen Netzwerk oder als Businessportrait auf der eigenen Website – Aufbruch, Entwicklung, Veränderung, vor allem aber Lust auf Neues. Und genau deshalb ist der Jahresbeginn der ideale Zeitpunkt für einen neuen Headshot. Ich bin nach dem Friseur jedenfalls gleich ins Studio gegangen…

Egal ob mit oder ohne neuen Haarschnitt – wenn du dich im neuen Jahr mit einem neuen Headshot präsentieren möchtest, helfe ich dir sehr gerne kompetent, aufgeschlossen und richtig gut auszusehen. Am besten du vereinbarst gleich einen Termin!

Portrait für den Steuerberater

Als ich vor etwas mehr als zwei Jahren den Entschluss gefasst hatte, Fotograf zu werden, hat mir ein erfahrener Kollege geraten: "Bevor du irgendetwas anderes machst, suche dir einen Steuerberater! Kamera kannst du dir später auch noch kaufen!" Letztere hatte ich zu diesem Zeitpunkt zwar schon. Den Steuerberater habe ich mir dennoch schnell gesucht, und das war eine meiner besten Entscheidungen. Seitdem begegne ich dieser Berufsgruppe mit unendlichem Respekt und ebensolcher Dankbarkeit. So hat es mich doppelt gefreut, als mich Haralampos Damianidis kontaktiert hat, um mich mit den Portraits für seinen neuen Internetauftritt zu beauftragen.

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Haralampos, der in Kassel geboren und groß geworden ist, hat sich dieses Jahr nach einer langen Zeit bei internationalen Konzernen als Steuerberater in München selbständig gemacht. Damit verwirklicht er seinen Traum von der eigenen Kanzlei. Existenzgründer, die er in die Selbständigkeit begleitet, gehören nicht zufällig zu seinen Schwerpunkten – neben Unternehmen, Freiberuflern und Privatpersonen.

Für seine Website wollte Haralampos ein Businessportrait, das sein Arbeitsumfeld einbezieht und der Startseite als Banner einen visuellen Anker verleiht. Um das moderne Design seiner Website aufzugreifen, haben wir uns für ein Brustportrait vor einem hellen, klar strukturierten Hintergrund entschieden, der durch den gewählten Schärfeverlauf nicht zu viel Aufmerksamkeit für sich beansprucht. Denn letztlich geht es um die portraitierte Person, deren Persönlichkeit man im Bild greifbar machen möchte. Ich denke, dass hat hier geklappt.

Mir hat die Zusammenarbeit mit Haralampos jedenfalls ausgesprochen viel Spaß gemacht. Auf seiner Website charakterisiert er sich als kompetent, zuverlässig und vorausschauend. Dem möchte ich noch ein äußerst sympathisch hinzufügen.

Nochmals ein herzliches Dankeschön!

Ach ja, Headshots haben wir natürlich auch gemacht; zu sehen auf Haralampos Website unter “Über mich”: https://steuer-hda.de/

Und wenn du jetzt auch ein Businessportrait oder einen Headshot für deine Website haben möchtest, dann melde dich einfach!

Businessportraits für den Firmenauftritt
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Vor kurzem hatte ich das große Vergnügen, Businessportraits bzw. Headshots für das Management der Schweizer Comet AG zu fotografieren. Das auf etliche Länder verteilte Team hatte eine gemeinsame Veranstaltung in München. Das bot die Gelegenheit, einheitliche Portraits für einen kohärenten Firmenauftritt aufzunehmen. Um den zeitlichen Aufwand für die zu Portraitierenden möglichst gering zu halten, hatte ich mein Studio vor Ort im Hotel aufgebaut. Der Kunde hatte alles perfekt vorbereitet, so dass das Shooting reibungslos ablief. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht, und das Ergebnis spricht für sich. Nochmals ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten.

Möchtet ihr auch Headshots aus einer Hand für einen kohärenten Firmenauftitt? Dann setzt euch mit mir in Verbindung. Gerne mache ich euch ein individuell auf eure Bedürfnisse zugeschnittenes Angebot.

Was ist denn bitte ein Headshot?

Das ist mit Abstand die häufigste Frage, die mir gestellt wird, wenn ich mich als Headshot Fotograf vorstelle. Kein Wunder! Der Begriff Headshot ist hierzuland wenig gebräuchlich und wird – wenn überhaupt – eher mit Videospielen als einem fotografischen Genre in Verbindung gebracht. Ich habe deshalb versucht, bei uns stärker verbreitete Begriffe zu verwenden. Nach einigem Experimentieren bin ich dann aber wieder zu Headshot zurückgekehrt, weil der Begriff meine fotografische Spezialisierung schlicht am besten beschreibt. Was hat es also mit dem Begriff Headshot auf sich?

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Ursprünglich das Portraitfoto der Schauspieler

Wie das englische Wort vermuten lässt, kommt der Headshot aus dem anglo-amerikanischen Sprachraum, genauer: aus den USA, wo er eng mit der Geschichte der Filmindustrie verknüpft ist. Als Headshot wurde ursprünglich das Portraitfoto bezeichnet, mit dem sich ein Schauspieler für eine Rolle bewirbt. Das ist in der Regel ein 8x10 Inch-Fotoabzug, auf dessen Rückseite der Lebenslauf des Schauspielers und seine Kontaktdaten zu finden sind. Die ungewöhnlichen Abmessungen stammen aus der Zeit, als Portraits mit analogen Großformatkameras gemacht wurden.

Da die Zahl der Schauspieler die Zahl der zu besetzenden Rollen in den USA (aber natürlich nicht nur dort) um ein Vielfaches übersteigt, sind die Anforderungen an einen Headshot hoch: Ein Headshot soll nicht nur das Erscheinungsbild eines Schauspielers, speziell sein Gesicht, in realistischer Weise wiedergeben. Er soll auch einen besonders interessanten Aspekt seiner Persönlichkeit einfangen und die Aufmerksamkeit des Betrachters, sprich: Casting Directors, auf sich ziehen, so dass er in der Masse der eingegangenen Bewerbungen heraussticht.

Anders formuliert: Ein Headshot soll dem Schauspieler die Tür zum Vorsprechen öffnen.

In den USA ein eigenes fotografisches Genre

Es wäre nun spannend, sich die Geschichte des Headshots – vom theatralisch inszenierten Schwarz-Weiß-Bild im Hochformat zum möglichst authentischen Farbportrait im Querformat – etwas genauer anzusehen. Doch will ich das den Kulturwissenschaftlern überlassen. Hier reicht die Feststellung, dass sich Headshots wegen ihrer großen Bedeutung für die Filmindustrie in den USA schnell zu einem eigenen Genre mit entsprechend spezialisierten Fotografen entwickelt haben. Nicht zufällig gibt es die meisten Headshot Fotografen in den beiden Medienmetropolen Los Angeles und New York.

Die Konkurrenz unter Schauspielern und Headshot Fotografen hat dem Genre ausgesprochen gut getan. Die allgemein hohe Qualität der Headshots, die in der US-Filmindustrie zirkulieren, spricht für sich.

Herausragender Vertreter des Genres und treibende Kraft hinter seiner Entwicklung ist der New Yorker Fotograf Peter Hurley, dessen Headshots eine unverwechselbare Handschrift tragen. Peter, den ich zu meinen Lehrern zählen darf, hat nicht nur den weißen Hintergrund und eine extrem gleichmäßige Ausleuchtung seiner Subjekte in der Headshot Fotografie populär gemacht. Er ist vor allem dafür bekannt, den Menschen vor seiner Kamera dabei zu helfen, authentisch zu agieren, weshalb seine Headshots in besonderer Weise die Persönlichkeit der Portraitierten einfangen.

Bei weitem Nicht nur für Schauspieler interessant

Portraitbilder, die für die abgebildete Person werben und ihr dadurch Türen öffnen, sind natürlich nicht nur für Schauspieler interessant und deshalb war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis auch andere Berufsgruppen Headshots haben wollten. Mit die ersten waren die Haus- und Wohnungsmakler. Das ist in den USA eine ziemlich große Berufsgruppe, die in besonderem Maße darauf angewiesen ist, das Vertrauen potentieller Kunden zu gewinnen. Die Bedeutung eines kompetent und sympathisch wirkenden Headshots, z.B. auf einem Werbeflyer, kann da schwer überschätzt werden.

Spätestens mit der allgemeinen Verbreitung des Internets sind Headshots in den USA zu einem zentralen Bestandteil des Personal und Corporate Brandings geworden, eignen sie sich doch ideal als Profilbilder für Firmenwebsites oder Soziale Netzwerke wie LinkedIn. Nicht nur Schauspieler wissen deshalb um die große Bedeutung eines erstklassigen Headshots für das eigene Business bzw. die eigene Karriere. Neben den Actor Headshot ist deshalb der Business bzw. Corporate Headshot getreten.

Das hat den Kundenstamm vieler etablierter Headshot Fotografen erweitert und, da Business und Corporate Headshots nicht nur in Los Angeles und New York benötigt werden, Fotografen an unzähligen anderen Orten dazu gebracht, sich auf Headshots zu spezialisieren. Wer in den USA, aber auch in anderen englischsprachigen Ländern, ein Portraitbild benötigt, das für Casting oder Branding geeignet ist, sucht deshalb nach einem Headshot Fotografen.

Und in Deutschland?

In Deutschland ist Headshot Fotografie als Genre weitgehend unbekannt, auch wenn sich das allmählich ändert. Natürlich gibt es auch hierzulande das Schauspielerportrait sowie (relativ wenige) darauf spezialisierte Fotografen. Auf andere Branchen hat das aber kaum Auswirkung, was nicht nur an der bei Schauspielerportraits vorherrschenden Ästhetik liegen dürfte.

Jenseits der darstellenden Künste dominieren in der Arbeits- und Geschäftswelt zwei Genres der Portraitfotografie: das Bewerbungsfoto und das Businessportrait.

Ersteres ist in den USA unbekannt, bei uns dagegen nach wie vor fester Bestandteil einer Bewerbung und folgt weitgehend klaren Regeln. Entsprechend gibt es eine große Zahl von Fotografen und Studios, die Bewerbungsfotos anbieten. Die Entwicklung wird hier aber vor allem durch den Preiswettbewerb getrieben, mit der Folge, dass Bewerbungsfotos oft nicht den besten Ruf genießen. Die Zeiten, in denen die klassische Bewerbung der einzige Weg zur neuen Stelle war, sind aber ohnehin vorbei, weshalb es sich lohnt das Bewerbungsfoto im größeren Rahmen des Personal Branding zu betrachten. Darüber habe ich ausführlich in meinem Blogbeitrag “Wie sieht das perfekte Bewerbungsfoto aus?” geschrieben.

Das Businessportrait ist formal weniger stark definiert als das Bewerbungsfoto und reicht vom Mitarbeiterportrait für die Website bis zum Portrait des Vorstandes im Geschäftsbericht. Die Zahl der Fotografen und Studios, die dieses Genre bedienen, steht der Zahl der Bewerbungsfotografen in nichts nach, wobei die Spezialisten in diesem Genre nicht immer leicht zu finden sind.

Alles in allem ist die Situation hierzulande recht unübersichtlich, weshalb der Laie schnell mit dem Problem konfrontiert wird, an wen er sich denn nun wenden soll, wenn er zum Beispiel ein neues Profilfoto für LinkedIn oder XING oder ein Portrait für eine Vortragsankündigung benötigt.

Dabei eint alle diese Genres, dass die von ihnen gelieferten Portraitfotos für die abgebildete Person und ihre Fähigkeiten werben sollen. Damit sie das in optimaler Weise machen, bedarf es freilich eines ganzen Sets spezieller Fähigkeiten, die nicht einfach im Vorbeigehen zu erwerben sind. Die aus den USA stammende Headshot Fotografie ist hier mit ihrer frühen Spezialisierung und stetigen Weiterentwicklung beispielhaft vorangegangen. Sie liefert Portraitfotos, die ideal für Casting und Branding verwendet werden können – egal ob als Businessportrait auf der Website, als Profilbild im sozialen Netzwerk, als Bewerbungsfoto auf dem Lebenslauf, als Schauspielerportrait auf der Casting Card oder auch als Autorenportrait auf dem Buchumschlag.

Du möchtest dich auch mit einem erstklassigen Headshot präsentieren? Dann bietet dir, die von Peter Hurley ins Leben gerufene Headshot Crew auf ihrer Website das wohl weltweit größte Verzeichnis professioneller Headshot & Portraitfotografen. Du musst auf https://headshotcrew.com/locate nur deinen Wohnort eingeben und siehst dann, welche Headshot Fotografen in deiner Nähe sind.

Du kannst aber auch einfach einen Termin bei deinem Headshot & Portraitfotografen in München vereinbaren. Ich freue mich!

Wenn ein Headshot Fotograf auf Reisen geht

Urlaubszeit ist Reisezeit. Und als ob die Entscheidung, wo es im Urlaub hingehen soll, nicht schon schwer genug wäre, stellt sich für viele damit auch die Frage, welche Kamera und wieviel Zubehör auf die Reise mitgenommen werden soll.

Mein Travel Kit

Mein Travel Kit

Eine allgemeingültige Antwort kann es darauf natürlich nicht geben. Dem einen ist es vor allem wichtig, die Urlaubserlebnisse in Echtzeit via Social Media mit den Daheimgebliebenen zu teilen, und ist deshalb mit seinem Smartphone bestens ausgerüstet. Die andere hat dagegen den großformatigen Fotoabzug oder das selbstverlegte Fotobuch vor Augen und ist deshalb bereit, Kamera mit Handgriff, mehrere Objektive, Stativ und vielleicht sogar einen Blitz mit Lichtformer durch die Gegend zu schleppen.

Ich will deshalb gar nicht erst versuchen, mehr oder weniger brauchbare Tipps aus der Profiperspektive zu geben. Stattdessen will ich zeigen, was ich bereits auf vielen Reisen erprobt habe und auch auf meine nächste Reise mitnehmen werde. Vielleicht hilft es ja der einen oder dem anderen bei seiner Entscheidungsfindung.

Im Gegensatz zu dem, was ich an Technik bei meinen Headshot und Portraitsessions einsetze, möchte ich auf Reisen möglichst wenig mitnehmen, ohne deshalb große Abstriche bei der Qualität meiner Bilder machen zu müssen. Meine Lösung habe ich in der analogen Fotografie gefunden, die ich auf Reisen auch wegen ihrer entschleunigenden Wirkung schätze.

  • Reisekamera ist meine bewährte Bessa III von Voigtländer. Das ist eine analoge, faltbare Mittelformatkamera (6x6 und 6x7) mit Messsucher, die ganz auf grundlegende Funktionen reduziert ist – so eine Art klassischer Leica auf Testosteron. Die Kamera wiegt etwa ein Kilo, passt gefaltet problemlos in jede Tasche, und ihr fest verbautes 80 mm Objektiv ist für Portraits ebenso geeignet wie für Landschaftspanoramen.
  • Mein Film der Wahl ist Kodak Portra 400 (als SW-Alternative Kodak TRI-X 400 oder Kodak T-MAX 400). Ich habe verschiedene Filmsorten ausprobiert. Portra hat mich wegen seiner cremigen Farben und weichen Übergänge am meisten überzeugt. 400 ISO erlauben es auch bei wenig Licht noch aus der Hand zu fotografieren; Portra ist dennoch sehr feinkörnig. Außerdem ist er sehr leicht zu handhaben und ebenso leicht zu scannen. Dass er relativ teuer ist, trägt dazu bei, die Reise mit eigenen Augen und nicht durch den Kamerasucher zu erleben.
  • Da 400 ISO manchmal zu viel sind, etwa wenn man die Blende für ein Portrait weiter aufmachen möchte, habe ich einen ND-Filter, der zwei Blenden schluckt. Bei der Bessa werden die Filter in die Streulichtblende fest eingesetzt (wie in der Abbildung) und dann bei Bedarf einfach auf das Objektiv geklemmt.
  • Die leere Ersatzspule habe ich dabei, falls beim Filmwechsel die leere Spule, die in der Kamera umgesetzt werden muss, mal im Dreck landet – was sie irgendwann tut!
  • Die Rollfilmdose dient zur Aufbewahrung der Ersatzspule oder einer Filmrolle, die extra vor Licht geschützt werden muss.
  • CR2 Batterien für die Bessa sind zwar nicht allzu schwer zu bekommen. Ohne Ersatzbatterie ziehe ich trotzdem nicht los.
  • Lenspen groß und Lenspen klein, Blasebalg und feuchtes Reinigungstuch für das Objektiv helfen, die Kamera sauber zu halten, wobei Staub etc. in der analogen Fotografie weit weniger problematisch sind als in der digitalen.
  • Notizbuch und Stift dienen mir vor allem um aufzuschreiben, was auf den Fotos zu sehen ist, oder auch potentielle Motive zu vermerken.
  • Und dann darf natürlich auch der Reisepass im Gepäck nicht fehlen.

Alles das passt in eine kleine Umhängetasche, die ich den ganzen Tag mit mir führen kann, ohne Schulterschmerzen zu bekommen. Und die entschleunigende Wirkung der analogen Fotografie ist zuhause dann auch nicht vorbei, da man ganz in Ruhe warten darf, bis die belichteten Filme entwickelt und auf Papier gebracht sind. Im zeitlichen Abstand gibt es dann doppelt schöne Erinnerungen an die getätigte Reise.

Egal, welche Kamera du auf deinen Reisen mitnimmst, ich wünsche dir, erholt und wohlbehalten mit einem großen Sack toller Erinnerungen wieder zurückzukommen.