3 Tipps für entspannte Urlaubsfotos

Subway Station, New York, 2018

Subway Station, New York, 2018

Urlaubszeit ist Fotozeit! Und für viele Hobbyfotografen ist das die Gelegenheiten, ihrer sonst vernachlässigten Leidenschaft zu frönen. Die Ansprüche sind hoch. Es geht schließlich darum, eine der schönsten Zeiten des Jahres im Bild festzuhalten, um sie später mit Freunden und Bekannten teilen zu können.

Damit das Ganze auch wirklich Spaß macht, habe ich für dich 3 Tipps für entspannte Urlaubsfotos. Die basieren auf meinen eigenen Erfahrungen. Aus Fehlern lernt man bekanntlich.

Dass du die Grundfunktionen deiner Kamera kennen, ausreichend Akkus und Speicherkarten mitnehmen und regelmäßig Backups deiner Bilder machen solltest, hat dir sicherlich schon jemand gesagt. Ich will mich hier deshalb nicht mit technischen Details aufhalten, sondern das Thema etwas grundsätzlicher angehen:

  1. Die beste Kamera ist die, die du dabei hast. Natürlich ist man mit einer hochauflösenden DSLR mit angesetztem Handgriff, lichtstarken Festbrennweiten oder Zoomobjektiven, die von 24 bis 200mm alles abdecken, einem Aufsteckblitz zum Aufhellen und einem Dreibeinstativ auf alle Eventualitäten vorbereitet. Nur wiegt das ganze Zeug leider unendlich viel. Deshalb läßt man es spätestens nach der ersten Sightseeing-Tour lieber im Hotelzimmer. Irgendwie doof nur, wenn man dann ein Foto machen möchte. Weniger ist in der Regel mehr! Das gilt auch hier. Und NEIN: Die Lösung ist nicht der neue Fotorucksack…

  2. Du machst Urlaub und keine Reportage für National Geographic. Keine Frage: Spektakuläre Bilder sind ohne Mehraufwand nicht zu haben. Da muss man früh aufstehen, nach dem besten Standpunkt suchen, den richtigen Augenblick abwarten, eventuell zu einer besseren Tageszeit noch einmal kommen, usw. Das erfordert Disziplin und kann schnell in Arbeit ausarten. Aber das ist nicht der Sinn von Urlaub. Und irgendwann nervt dann die ganze Fotografiererei – vielleicht nicht dich, aber ganz bestimmt die, die mit dir Urlaub machen. Also: Geh die Sache entspannt an. Disziplin und Arbeit sind früh genug wieder angesagt.

  3. Nichts ist langweiliger als Sehenswürdigkeiten. Der französische Soziologe Pierre Bourdieu hat sich mal angeschaut, was Menschen im Urlaub so fotografieren. Ergebnis: Das, was sie kennen. Wer nach Paris fährt, fotografiert den Eiffelturm, wer nach Athen fliegt die Akropolis und wer Arizona besucht die Beams im Antelope Canyon. Und egal wie man sich dabei ins Zeug legt, es gibt bestimmt noch ein besseres Foto vom Eiffelturm, der Akropolis oder dem Antelope Canyon auf Google. Vergiss also die hinlänglich bekannten Sehenswürdigkeiten und fotografiere das, was deinen Urlaub einzigartig macht. Zum Beispiel die Menschen, mit denen du urlaubst.

Irgendwo in Canada, 2018

Irgendwo in Canada, 2018

In diesem Sinne wünsche ich dir schöne Ferien und ein entspanntes Fotografieren!

TippsThomas Wieland