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Farbe oder Schwarz-Weiß? Was ist besser?
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Neulich bin ich wieder einmal gefragt worden, warum meine Headshots alle farbig sind. Portraits in Schwarz-Weiß sähen doch auch ganz schick aus.

Warum sollte also das Businessportrait auf der Webseite, das Profilbild auf Linkedin und Xing oder das Bewerbungsfoto auf dem Lebenslauf nicht schwarz-weiß sein sein?

Dafür gibt es einen guten Grund!

Egal ob als Businessportrait, Profilbild oder auch Bewerbungsfoto, dein Headshot ist oft der erste Eindruck, den sich andere Menschen von dir machen. Dein Headshot soll Vertrauen wecken, eine Verbindung herstellen, eine face-to-face Begegnung ersetzen, kurz: Nähe schaffen.

Und genau darin ist das farbige Bild seinem schwarz-weißen Pendant überlegen.

Medizinische Probleme außer Acht gelassen leben wir in einer farbigen Welt. Das gilt in der Regel auch, wenn sie uns medial vermittelt wird, wenn wir den Fernseher anmachen oder eine Zeitschrift aufschlagen. Deshalb ist ein Schwarz-Weiß-Foto immer eine Abstraktion von unserer farbigen Welt. Und wie jede Abstraktion schafft sie Distanz und gerade keine Nähe.

Oder wie es der renommierte US-amerikanische Fotograf Joel Sternfeld, der Anfang der 1980er Jahre der Farbfotografie in der Kunstwelt zum Durchbruch verhalf, formulierte:

Black and white is abstract; color is not. Looking at a black and white photograph, you are already looking at a strange world.
— Joel Sternfeld. Photographer

Natürlich kann diese “strange world” faszinierend sein. Mir fallen zuhauf Fotografen und Fotografinnen ein, von deren Schwarz-Weiß-Portraits ich immer wieder begeistert bin. Aber das sind alles keine Portraits, die im Kontext von Branding, Casting und Business verwendet werden.

Für Businessportrait, Profilbild oder auch Bewerbungsfoto gilt also: Farbe ist besser als Schwarz-Weiß, weil sie Nähe zum Betrachter schafft.

Wenn ich mit meinem Portrait aus der täglichen Bilderflut, der wir täglich ausgesetzt sind, herausstechen will, dann mache ich das deshalb nicht durch den Verzicht auf Farbe, sondern durch einen Headshot, bei dem Lichtsetzung, Hintergrund, Styling, Körperhaltung und Gesichtsausdruck so zusammenkommen, dass sie die Bildaussage perfekt umsetzen.

Die 9 wichtigsten Einsatzmöglichkeiten für deinen Headshot
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Als ich anfing, Headshots zu machen, habe ich immer wieder mit der Bezeichnung dieses fotografischen Genres gehadert. Der Begriff “Headshot” ist im deutschen Sprachraum wenig bekannt und führt bei vielen, die ihn zum ersten Mal hören, zu einem Stirnrunzeln.

Deshalb habe ich mit anderen Begriffen experimentiert: Profilbild, Businessportrait, Bewerbungsfoto usw. Doch alle diese Begriffe waren mir letztlich viel zu eng gefasst, so dass ich bald wieder zu dem Begriff “Headshot” zurückgekehrt bin.

Natürlich kannst du deinen Headshot als Profilbild verwenden, aber eben auch als Businessportrait und ebenso als Bewerbungsfoto. Und damit sind seine Einsatzmöglichkeiten noch längst nicht erschöpft.

Denn ein Headshot kann überall dort verwendet werden, wo es darum geht, als Personal Brand aufzutreten und für sich und seine Leistungen zu werben. Er ist zentrales Element deiner Selbst-PR.

Wofür kannst du deinen Headshot alles verwenden?

Ich habe dir im Folgenden die 9 wichtigsten Einsatzmöglichkeiten zusammengestellt.

  1. Als Profilbild im Sozialen Netzwerk bestimmt dein Headshot den ersten Eindruck, den man sich von dir macht. Und für den gibt es bekanntlich keine zweite Chance.

  2. Als Bewerbungsfoto zeigt dich dein Headshot als Wunschkandidaten für deine Traumposition und setzt dich von gleich qualifizierten Mitbewerbern ab.

  3. Als Portraitfoto auf deiner Website gibt dein Headshot deinem Leistungsangebot ein Gesicht und schafft so Vertrauen bei potentiellen Kunden.

  4. Als Businessportrait – on- wie offline – unterstreicht dein Headshot deine Führungskompetenz, auf die Mitarbeiter, Kunden und Investoren setzen.

  5. Als Pressebild liefert dein Headshot den Medien einen visuellen Anker, ohne den ein Text nur schwer auskommt.

  6. Als Schauspielerportrait auf der Casting Card präsentiert dich dein Headshot als Idealbesetzung für die Rolle, die du unbedingt haben möchtest.

  7. Als Mitarbeiterfoto auf der Website deines Arbeitgebers stellt dich dein Headshot als Teil eines leistungsfähigen Teams vor, das Kunden ebenso wie Stellenbewerber für sich einnimmt.

  8. Als Autorenportrait auf dem Buchdeckel befriedigt dein Headshot die Neugier der Leser, die wissen wollen, wie der Urheber ihrer Lektüre aussieht.

  9. Und als Motivationsfoto an die Wand gepinnt oder auf den Schreibtisch gestellt erinnert dich dein Headshot daran, dass du der selbstbewusste, aufgeschlossene und gut aussehende Mensch bist, der seine Ziele erreichen wird!

Expertentipp: Damit du deinen Headshot auch tatsächlich so vielseitig einsetzen kannst, solltest du darauf achten, von deinem Fotografen die notwendigen Nutzungsrechte für deine Bilder zu erhalten. Mehr zu diesem Thema findest du in meinem Beitrag “WIE SIEHT ES MIT DEN NUTZUNGSRECHTEN AUS?

Wenn du jetzt auch ein so vielseitig einsetzbares Portrait von dir haben möchtest, dann melde dich bei mir. Uneingeschränkte Nutzungsrechte sind in meinen Paketen übrigens schon enthalten.

5 gute Gründe, die gegen ein neues Profilbild sprechen

Bist du unsicher, ob es an der Zeit ist, dein Profilbild zu erneuern, und hast du ohnehin keine Lust, zum Fotografen zu gehen? Dann kann ich dir 5 gute Gründe nennen, die gegen einen neues Profilbild sprechen.

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1. Du blickst auf eine erfolgreiche Karriere zurück und willst dich demnächst in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden, den du mit Familie und Freunden genießen wirst? Die wissen so oder so, mit wem sie es zu tun haben!

2. Du liebst den verzweifelten Blick, den du auslöst, wenn du einen deiner Kontakte aus dem Sozialen Netzwerk das erste Mal triffst, weil der vergeblich versucht, dein Profilbild mit deiner Person in Verbindung zu bringen? Auf diesen Spaß solltest du auf keinen Fall verzichten!

3. Du bist davon überzeugt, dass Kontakte nur face-to-face geknüpft werden können und Soziale Netzwerke ein vorübergehender Hype sind, den du locker aussitzen kannst? In der Tat, in Deutschland sind es gerade mal 38 Mio. Menschen die Social Media aktiv nutzen–das ist noch nicht einmal die Hälfte der Bevölkerung!

4. Du hasst jegliche Art der Veränderung, egal ob beruflich oder privat, und willst das auch deutlich nach außen sichtbar machen? Ein neues Profilbild wäre hier das völlig  falsche Signal!

5. Du bist ein Misanthrop und dein Profilbild hat sich bestens darin bewährt, Menschen davon abzuhalten, mit dir Kontakt aufzunehmen? Hier gilt: Never touch a running system!

Sollte einer dieser Punkte zutreffen, kannst du dich entspannt zurücklehnen. Wenn das nicht der Fall ist, dann solltest du aber über eine neues Profilbild nachdenken. Am besten vereinbarst du gleich einen Termin bei deinem Headshot & Portraitfotografen!

Wissenschaftler raten, sich bei der Wahl des Profilbildes auf andere zu verlassen

Wenn es darum geht, ein Bild für sein Profil im Internet auszusuchen, sollte man die Wahl des am besten geeigneten Bildes besser anderen überlassen. Zu diesem Schluss kommt eine empirische Studie, die Psychologen um David White von der University of New South Wales Sydney in der Fachzeitschrift Cognitive Research: Principles and Implications publiziert haben.

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Die Wissenschaftler baten etwa 100 Studierende jeweils 12 unterschiedliche Portraitbilder von sich und einer unbekannten Person hinsichtlich ihrer jeweiligen Eignung als Profilbild für Facebook, ein Karrierenetzwerk (z.B. LinkedIn) und eine Datingsite (z.B. neu.de) zu bewerten. Außerdem sollten sie angeben, in welchem Ausmaß die Bilder den Eindruck von Attraktivität, Glaubwürdigkeit, Überlegenheit, Kompetenz und Vertrauen vermittelten.

Nachdem die Wissenschaftler die Ergebnisse mit einer weiteren Gruppe von Studierenden abgesichert und die Daten ausgewertet hatten, kamen sie zu einem interessanten Ergebnis: Wenn die Studierenden Bilder von Fremden hinsichtlich ihrer Eignung für eine bestimmte Plattform oder hinsichtlich des Eindrucks auf den Betrachter bewerten sollten, kamen sie zu einer ähnlichen Einschätzung wie die anderen Probanden. In dem Moment aber, in dem sie ihre eigenen Bilder beurteilen sollten, wich ihre Einschätzung von der Mehrheitsmeinung deutlich ab. Selbst- und Fremdbewertung gingen meßbar auseinander.

Anders formuliert: Die Bilder, mit denen sich die Studierenden selbst im Internet präsentiert wollten, unterschieden sich von den Bildern, die Fremde mehrheitlich für sie ausgewählt hätten. Ganz offensichtlich legen wir verschiedene Maßstäbe an, wenn wir Profilbilder von uns selbst und die von anderen beurteilen.

Das mag für den einen oder die andere nicht so überraschend sein, sollte uns aber dennoch zu denken geben. Denn unser Profilbild soll ja vor allem die ansprechen, mit denen wir uns anfreunden, für die wir arbeiten oder die wir als Kunden gewinnen wollen und nicht nur unserer Eitelkeit schmeicheln.

Also was tun? Die Auswahl des Profilbildes am besten Fremden überlassen?

Ganz soweit würde ich nicht gehen. Denn ein Profilbild, das man nicht mag, ist wie ein Kleidungsstück, in dem man sich nicht wohl fühlt. Beide sind nicht geeignet, das Vertrauen in sich selbst zu stärken. Und im Idealfall sollte ein Profilbild das eigene Selbstbewusstsein fördern und nicht hemmen. Du solltest dein Profilbild also mögen. Dein Lieblingsbild von dir muss es deshalb aber nicht sein. Wichtiger ist, dass es für seinen Verwendungskontext relevante Eigenschaften deiner Person vermittelt; in einem Karrierenetzwerk z.B. Kompetenz und Aufgeschlossenheit. Um sicher zu stellen, dass sich diese Eigenschaften auch tatsächlich in deinem Profilbild wiederfinden, solltest du dich deshalb bei der Bildauswahl von jemandem beraten lassen, der einen professionellen Blick mitbringt.

Das kann zum Beispiel die Karriereberaterin oder der Headshot Fotograf sein. Sie können dir bei der Auswahl der Bilder helfen und dir aufgrund ihrer Erfahrung sagen, warum welches Bild für welchen Verwendungskontext am besten geeignet ist. Auf diese Weise kannst du dich mit einem Profilbild im Internet präsentieren, das du nicht nur magst, sondern das auch tatsächlich für dich wirbt.

Die oben zitierte Studie findest du unter folgendem Link: https://doi.org/10.1186/s41235-017-0058-3

Und wenn du jetzt ein Profilbild möchtest, das dich selbstbewusst, aufgeschlossen und richtig gut aussehen lässt, dann vereinbare am besten gleich einen Termin mit deinem Headshot und Portraitfotografen in München. Ich berate dich selbstverständlich auch bei der Bildauswahl.

5 Tipps, die du unbedingt beachten solltest, wenn du einen Fotografen für dein neues Portraitfoto suchst

Jeder kennt das Problem: Man benötigt ein neues Portraitfoto von sich, weil das Profilbild im Sozialen Netzwerk hoffnungslos veraltet ist, auf dem Lebenslauf noch ein aktuelles Bewerbungsfoto fehlt oder der überarbeitete Internetauftritt nach einem neuen Businessportrait verlangt. Die Idee, einen fotografisch ambitionierten Freund um Hilfe zu bitten, hat zwar zu einem lustigen Abend, nicht aber zu geeigneten Bildern geführt. Und die Frage an den Freundes- und Bekanntenkreis nach einer guten Empfehlung ist ebenfalls ins Leere gelaufen. Jetzt sucht man in den Weiten des Internets nach einem geeigneten Fotografen und wird von dem Angebot, das einem die Suchmaschinen ausspucken, schier überwältigt. Schnell stellt sich die Frage: Auf was muss man achten, wenn man einen Fotografen für sein neues Portraitfoto sucht?

Als jemand, der zwar meist hinter der Kamera steht, aber auch immer wieder Portraitfotos von sich machen läßt, möchte ich dir hier 5 Tipps geben, die du unbedingt beachten solltest, damit du auch wirklich geeignete Bilder bekommst:

1. Suche dir einen Spezialisten!

Dein Portraitfoto fungiert als deine visuelle Visitenkarte – egal ob im Sozialen Netzwerk, auf der Bewerbung oder der Firmenwebsite. Es sollte dich attraktiv, selbstbewusst und aufgeschlossen zeigen und sich in der täglichen Bilderflut behaupten. Das fordert dem Fotografen spezifische Fähigkeiten ab, die nicht einfach im Vorbeigehen zu entwickeln sind. Im Prinzip ist es hier wie in der Medizin. Dort bist du mit deinen Gesundheitsproblemen auch am besten beim zuständigen Spezialisten aufgehoben. Der Spezialist, zu dem du für ein neues Portraitfoto, gehen solltest, ist der Headshot Fotograf.

2. Schaue dir das Portfolio deines zukünftigen Fotografen genau an!

Das Portfolio ist das Schaufenster deines Fotografen und sollte seine Spezialisierung sowie seine Handschrift sichtbar machen. Fehlt deinem Fotografen ein einheitlicher Bildstil, weißt du nicht, was du für dein Geld bekommst. Das Portfolio sollte deshalb auch eine gewisse Größe haben (etwa 20 Portraitsfotos) und unterschiedliche Menschen zeigen, damit du darauf vertrauen kannst, dass dein Fotograf auch von dir ein überzeugendes Portraitfoto in seinem Bildstil machen wird.

3. Versuche einen persönlichen Eindruck von deinem zukünftigen Fotografen zu gewinnen!

Portraitfotografie lebt von der Interaktion des Fotografen mit dem Portraitierten. Wenn dir dein Fotograf unsympathisch ist, dann wird es dir schwer fallen, dich vor der Kamera zu öffnen. Schau dir deshalb die Über mich-Seite deines Fotografen an, auf der hoffentlich auch ein erstklassiger Headshot von ihm zu finden ist. Suche nach ihm in den Sozialen Netzwerken oder rufe einfach bei ihm an. So oder so, versuche auf jeden Fall dir ein Bild von der Person zu machen, die dich fotografieren wird.

4. Kläre im Vorfeld die Nutzungsrechte an deinen Portraitfotos!

Als Urheber muss dir der Fotograf die Nutzungsrechte an deinen Portraitfotos einräumen, damit du diese überhaupt jenseits deiner vier Wände verwenden darfst. Der Umfang der erteilten Rechte kann stark variieren. Ein Bewerbungsfoto, dessen Nutzung auf On- und Offline-Bewerbungen beschränkt ist, darf zum Beispiel nicht auf einer Firmenhomepage oder für eine Vortragsankündigung verwendet werden. Überlege dir also, wie du deine Portraitfotos nutzen möchtest, und kläre vorab, ob diese Nutzungsarten im Preis enthalten sind. (Mehr zu diesem Thema erfährst du in meinem Blogbeitrag "Wie sieht es mit den Nutzungsrechten aus?")

5. Achte auf Hilfestellung zur Vorbereitung auf dein Shooting!

Im Vorfeld eines Shootings tauchen immer wieder Fragen auf, die einen als Kunden verunsichern können und deshalb auf den Erfolg des Shootings Einfluß haben. Die Kleidungswahl ist dabei vielleicht die häufigste, aber bei weitem nicht die einzige Frage. Dein Fotograf sollte dich hier nicht allein lassen und dir bei der Vorbereitung helfen. Das kann er mit einer FAQ-Seite, die deine Fragen beantwortet, telefonisch oder bei einem Treffen. Auf keinen Fall sollte dein Fotograf aber dieses Problem unthematisiert lassen.

Wenn du diese 5 Tipps beachtest, solltest du einen geeigneten Fotografen für deine neuen Portraitfotos finden.

Zusatztipp: Die Headshot Crew bietet auf ihrer Website das größte Verzeichnis professioneller Headshot & Portraitfotografen. Du musst auf https://headshotcrew.com/locate nur deinen Wohnort eingeben und siehst dann, welche Headshot Fotografen in deiner Nähe sind.

Du kannst aber auch einfach einen Termin bei deinem Headshot & Portraitfotografen in München vereinbaren. Ich freue mich!

Ein erstklassiges Profilbild vergrössert deine Chancen bei der Bewerbung

Das Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn hat eine Studie durchgeführt, die die große Bedeutung erstklassiger Profilbilder auf Social Media Plattformen für eine erfolgreiche Bewerbung unterstreicht.

Demnach suchen Arbeitgeber gezielt nach Informationen zu ihren Bewerbern im Internet und lassen sich dann bei der Vorauswahl ihrer Kandidaten stark von den dort vorgefundenen Profilbildern beeinflussen. In der Studie wurde der Bewerber mit dem „attraktivsten“ Profilbild sogar um 40 Prozent häufiger zu Vorstellungsgesprächen eingeladen als sein Mitbewerber mit dem „am wenigsten attraktiven“ Profilbild bei sonst gleichen Qualifikationsmerkmalen. Eine Bewerbung ohne ein Bewerbungsfoto, wie sie nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) völlig unproblematisch sein sollte, bedeutet deshalb noch lange nicht, dass das eigene Erscheinungsbild bei der Jobsuche keine Rolle spielt.

Außerdem interessant: Je höher die Qualifikationsanforderung der ausgeschriebenen Stelle war, um so wichtiger wurde das Profilbild.

Präsentierst du dich bereits mit einem erstklassigen Profilbild, das für dich und deine Leistung wirbt, im Sozialen Netzwerk? Wenn nicht, dann solltest du den Termin für deine Headshot Session nicht auf die lange Bank schieben und deine Professionalität mit einem entsprechenden Bild auch visuell untermauern.

Was solltest du bei deinem Profilbild beachten?

Unser Profilbild in sozialen Netzwerken wie XING, LinkedIn oder auch Facebook ist häufig der erste Eindruck, den wir auf andere machen, und der ist weitaus prägender, als wir gerne glauben. Das ist mittlerweile von der Wissenschaft gut untersucht, wie ich in einem früheren Post berichtet habe. Doch was zeichnet ein gutes Profilbild aus?

 

1. Dreh- und Angelpunkt eines guten Profilbildes ist dein Gesichtsausdruck, der selbstbewusst, aufgeschlossen und dabei möglichst natürlich wirken sollte, wenn du für dich werben möchtest. Und so wichtig es ist, dass du dich mit deinem Profilbild voll identifizierst, solltest du dich bei der Bildauswahl von einem Experten beraten lassen. Der kann die Bildwirkung im Zweifelsfall besser einschätzen als du oder dir nahe stehende Personen, die dich nicht primär in deiner beruflichen Rolle sehen.

2. Der Hintergrund sollte möglichst unauffällig sein – am besten einfarbig. Meine Favoriten sind weiße, graue und schwarze Hintergründe, weil sie klar und modern wirken und die Bildaussage unterstützen, ohne von den portraitierten Personen abzulenken.

3. Deine Kleidung sollte dem Umfeld entsprechen, in dem du arbeitest. Das kann Bluse und Blazer bzw. Hemd und Sakko sein, muss es aber natürlich nicht. Und es müssen auch nicht immer dunkle Farben sein. Wichtig ist aber auch hier, dass die Kleidung nicht vom Gesicht ablenkt, weshalb du großflächige Muster, Logos etc. vermeiden solltest.

4. Der Bildausschnitt sollte so gewählt sein, dass Kopf und Schulterpartie, aber auch nicht mehr, zu sehen sind. Dadurch ist dein Gesichtsausdruck auch bei kleinen Bildmaßen, wie sie bei Profilbildern häufig sind, noch „lesbar“. Die Schulterpartie reicht für die Identifizierung deines Kleidungsstils völlig aus, alles andere ist unnötige Information. Und deine Augen sollten deutlich in der oberen Bildhälfte – etwa auf der oberen Drittellinie – liegen, da das einen selbstbewussten Gesichtsausdruck unterstützt.

5. Und nicht zuletzt: Das Profilbild sollte dein aktuelles Erscheinungsbild wiedergeben. Denn so attraktiv du auf dem Portrait, das man von dir vor zehn Jahren gemacht hat, aussehen magst, du solltest keine fragenden Blicke auslösen, wenn du den Menschen, die dich bislang nur aus sozialen Netzwerken kennen, das erste Mal face to face gegenüberstehst.

Zusatztipp: Falls du in mehreren sozialen Netzwerken aktiv bist, dann solltest du das nützen, um verschiedene Facetten deiner Persönlichkeit zu zeigen. Verwende deshalb unterschiedliche Profilbilder, die z.B. einmal stärker die Führungskraft und einmal stärker den Teamplayer zeigen. Wichtig ist dabei allerdings, dass alle Bilder dieselbe stilistische Handschrift tragen, damit du über die verschiedenen Plattformen hinweg als eine Person (bzw. Brand) wahrgenommen wirst.

Alternativ dazu bietet sich natürlich auch der regelmäßige Wechsel deines Profilbildes auf einer Plattform an.

Entspricht dein Profilbild diesen Anforderungen oder ist es Zeit für einen Fototermin?

Die 5 schlechtesten Ausreden, um sich vor einem neuen Profilbild zu drücken

Wenn es um ein neues Profilfoto und den Gang zum Fotografen geht, sind die meisten von uns um eine Ausrede nicht verlegen. Deine sollte zumindest besser sein als diese fünf, die ich am häufigsten höre.

1. Ich bin nicht auf Jobsuche.

Prima, das ist der perfekte Zeitpunkt für ein neues Profilbild! Zum einen kannst du dein Social Media Profil natürlich zu mehr nutzen als zur Jobsuche. Zum anderen solltest du mit deinem neuen Profilbild auf keinen Fall warten, bis du es für eine Bewerbung unbedingt benötigst. Denn dann bist du in der Regel mit deinem momentanen Job unzufrieden oder hast ihn bereits verloren. In beiden Fällen ist es nicht einfach, vor der Kamera selbstbewusst und aufgeschlossen zu agieren. Das ist ganz anders, wenn du dich in deinem Job wohl fühlst und dir keine Sorgen um deine berufliche Zukunft machen musst.

2. Am Bild wird meine Bewerbung nicht scheitern.

Da liegst du leider falsch. Für eine erfolgreiche Bewerbung benötigt man zwar mehr als ein überzeugendes Bewerbungsfoto oder Profilbild im Internet. Eine Studie des Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn zeigt aber, dass Bewerber mit ausdrucksstarken Profilbildern um 40% häufiger zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden als Bewerber mit einem unzulänglichen Profilbild. Die Studie zeigt auch, dass praktisch alle Personaler im Internet nach den Profilen der Bewerber suchen (mehr dazu findest du in meine Blogpost "Ein erstklassiges Profilbild vergrößert deine Chancen bei der Bewerbung"). Dein Profilbild kann also sehr wohl Grund für das Scheitern deiner Bewerbung sein.

3. Ich bin nicht fotogen.

Das ist der Satz, den Portraitfotografen wohl am häufigsten hören. Als jemand, der erfolgreich ein Biologiestudium absolviert hat, kann ich dir versichern, dass "vor der Kamera gut aussehen" nicht zu unseren angeborenen Eigenschaften gehört. Vielmehr ist es die Aufgabe des Fotografen durch Licht- und Kameraführung sowie geeignetes Coaching, seine Kunden attraktiv, selbstbewusst und aufgeschlossen zu zeigen. 

4. Ich will erst noch etwas abnehmen.

Ja, das wollen viele von uns. Die brutale Wahrheit ist aber, dass die Wunschfigur weder einfach noch schnell zu haben ist. Und das wird mit zunehmendem Alter leider auch nicht besser. Nun will ich nicht deine Diät- oder Fitnesspläne in Frage stellen. Deren Erfüllung sollte jedoch nicht Voraussetzung für ein neues Profilbild sein, denn sonst läufst du Gefahr, dass es mit dem neuen Bild in absehbarer Zeit nichts wird. Und schlimmer als ein Profilbild, auf dem man nicht seine Wunschfigur hat, ist ein Profilbild, das nur noch wenig Ähnlichkeit mit der abgebildeten Person besitzt. Im übrigen sei auf Punkt 3 verwiesen.

5. In meinem Beruf spielen Äußerlichkeiten keine Rolle.

Echt jetzt? Die Soziologen erklären uns nämlich, dass Gruppenzugehörigkeit in hohem Maße über Äußerlichkeiten wie Kleidung, Frisur, etc. zum Ausdruck gebracht wird. Da gibt es zwischen Architekten, Bankern, Informatikern oder auch Geisteswissenschaftlern zwar Unterschiede. Wenn man dazu gehören will, sollte man jedoch nicht zu weit von den Codes seiner Gruppe abweichen. Und ein professioneller Headshot wird diese Gruppenzugehörigkeit widerspiegeln. Ansonsten signalisiert er aber vor allem, dass du es mit deiner Karriere ernst meinst und deshalb auch bereit bist, Zeit und Geld zu investieren.

Hast du eine bessere Ausrede als diese 5? Wenn nicht, dann sollte dem Gang zum Fotografen nichts mehr im Weg stehen. Am besten vereinbarst du gleich einen Termin bei deinem Headshot & Portraitfotografen in München.