Wissenschaftler raten, sich bei der Wahl des Profilbildes auf andere zu verlassen

Wenn es darum geht, ein Bild für sein Profil im Internet auszusuchen, sollte man die Wahl des am besten geeigneten Bildes besser anderen überlassen. Zu diesem Schluss kommt eine empirische Studie, die Psychologen um David White von der University of New South Wales Sydney in der Fachzeitschrift Cognitive Research: Principles and Implications publiziert haben.

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Die Wissenschaftler baten etwa 100 Studierende jeweils 12 unterschiedliche Portraitbilder von sich und einer unbekannten Person hinsichtlich ihrer jeweiligen Eignung als Profilbild für Facebook, ein Karrierenetzwerk (z.B. LinkedIn) und eine Datingsite (z.B. neu.de) zu bewerten. Außerdem sollten sie angeben, in welchem Ausmaß die Bilder den Eindruck von Attraktivität, Glaubwürdigkeit, Überlegenheit, Kompetenz und Vertrauen vermittelten.

Nachdem die Wissenschaftler die Ergebnisse mit einer weiteren Gruppe von Studierenden abgesichert und die Daten ausgewertet hatten, kamen sie zu einem interessanten Ergebnis: Wenn die Studierenden Bilder von Fremden hinsichtlich ihrer Eignung für eine bestimmte Plattform oder hinsichtlich des Eindrucks auf den Betrachter bewerten sollten, kamen sie zu einer ähnlichen Einschätzung wie die anderen Probanden. In dem Moment aber, in dem sie ihre eigenen Bilder beurteilen sollten, wich ihre Einschätzung von der Mehrheitsmeinung deutlich ab. Selbst- und Fremdbewertung gingen meßbar auseinander.

Anders formuliert: Die Bilder, mit denen sich die Studierenden selbst im Internet präsentiert wollten, unterschieden sich von den Bildern, die Fremde mehrheitlich für sie ausgewählt hätten. Ganz offensichtlich legen wir verschiedene Maßstäbe an, wenn wir Profilbilder von uns selbst und die von anderen beurteilen.

Das mag für den einen oder die andere nicht so überraschend sein, sollte uns aber dennoch zu denken geben. Denn unser Profilbild soll ja vor allem die ansprechen, mit denen wir uns anfreunden, für die wir arbeiten oder die wir als Kunden gewinnen wollen und nicht nur unserer Eitelkeit schmeicheln.

Also was tun? Die Auswahl des Profilbildes am besten Fremden überlassen?

Ganz soweit würde ich nicht gehen. Denn ein Profilbild, das man nicht mag, ist wie ein Kleidungsstück, in dem man sich nicht wohl fühlt. Beide sind nicht geeignet, das Vertrauen in sich selbst zu stärken. Und im Idealfall sollte ein Profilbild das eigene Selbstbewusstsein fördern und nicht hemmen. Du solltest dein Profilbild also mögen. Dein Lieblingsbild von dir muss es deshalb aber nicht sein. Wichtiger ist, dass es für seinen Verwendungskontext relevante Eigenschaften deiner Person vermittelt; in einem Karrierenetzwerk z.B. Kompetenz und Aufgeschlossenheit. Um sicher zu stellen, dass sich diese Eigenschaften auch tatsächlich in deinem Profilbild wiederfinden, solltest du dich deshalb bei der Bildauswahl von jemandem beraten lassen, der einen professionellen Blick mitbringt.

Das kann zum Beispiel die Karriereberaterin oder der Headshot Fotograf sein. Sie können dir bei der Auswahl der Bilder helfen und dir aufgrund ihrer Erfahrung sagen, warum welches Bild für welchen Verwendungskontext am besten geeignet ist. Auf diese Weise kannst du dich mit einem Profilbild im Internet präsentieren, das du nicht nur magst, sondern das auch tatsächlich für dich wirbt.

Die oben zitierte Studie findest du unter folgendem Link: https://doi.org/10.1186/s41235-017-0058-3

Und wenn du jetzt ein Profilbild möchtest, das dich selbstbewusst, aufgeschlossen und richtig gut aussehen lässt, dann vereinbare am besten gleich einen Termin mit deinem Headshot und Portraitfotografen in München. Ich berate dich selbstverständlich auch bei der Bildauswahl.